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Mitteilung vom 05.09.07

Foto zur MitteilungDer LWL will die Maschinenhalle mit ihrem markanten Jugendstilportal für 6,9 Millionen Euro sanieren.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Der LWL saniert die Maschinen Halle

seines Industriemuseums Zeche Zollern für 6,9 Millionen Euro

Bewertung:

Dortmund/Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) saniert die Maschinenhalle in seinem Industriemuseum Zeche Zollern und baut sie für 6,9 Millionen Euro zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum aus. Das haben der LWL-Umwelt- und Bau- sowie der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (05.09.) in Münster beschlossen. Diesem Beschluss müssen noch der Finanzausschuss (06.09) und der Landschaftsausschuss (14.09.) zustimmen. 90 Prozent der Kosten übernimmt das Land NRW aus seinem Stadterneuerungsprogramm. Zu den 690.000 Euro für die Sanierung, die der selbst LWL trägt, kommen noch 300.000 Euro
für die Einrichtung.

"Nach über 100 Jahren ist es dringend erforderlich, dass wir dieses international bedeutende Industriedenkmal grundlegend sanieren und es so vor dem weiteren Verfall bewahren. Gleichzeitig wollen wir das Gebäude so herrichten, dass es als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle dienen kann, im Untergeschoss wollen wir eine Dauerausstellung zur Zechengeschichte untertage einrichten", fasste LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe die Pläne zusammen.

Die Maschinenhalle wurde 1902/03 nach den Plänen von Reinhold Krohn und Bruno Möhring gebaut. Mittlerweile hat der Rost stark am Stahlfachwerk der Halle genagt. Deshalb gab es seit längerem Überlegungen, die ausgemauerten Ausfachungen komplett herauszubrechen und dann das übriggebliebene Stahlskelett zu entrosten. Dabei hätte das Denkmal jedoch viel von seiner Substanz verloren. Deshalb richtete der LWL mit europaweit tätigen Experten einen Beirat ein, der die Planung fachlich begleitet. "Wir haben in einer Untersuchung genau ermittelt, wo die Halle welche Schäden aufweist. Mit diesem Wissen müssen wir nur da reparieren, wo es nötig ist und können so möglichst viel von der historischen Bausubstanz erhalten", erklärt Teppe.

Neben der Stahlkonstruktion muss auch die hölzerne Dachkonstruktion, die von Pilzbefall geschädigt ist, umfangreich saniert werden. Von den Stahlfenstern kann lediglich das Fenster im Ostgiebel erhalten werden, die übrigen werden durch baugleiche ersetzt. Dabei soll die ursprüngliche farbige Verglasung beispielhaft an einigen Stellen vorgehängt werden. Die Arbeiten beginnen 2008, die Besucher sollen die etwa dreijährigen Arbeiten durch eine begleitende Ausstellung miterleben können.

Der östliche Teil der Halle, in der keine Maschinen stehen, soll auch künftig Raum für Sonderausstellungen, Messen und Märkte bieten. Das macht ein flexibles System aus transportablen Wandmodulen und variablen Bühnenelementen möglich, die die bisherige provisorische Empore ablösen. Mit dieser variablem Lösung, kann die Halle künftig im Sommer auch als Veranstaltungshalle mit 600 bis 800 Sitz- oder 1.200 Stehplätzen genutzt werden. Die dafür notwendigen Sanitäranlagen sollen im Untergeschoss entstehen.

Im westlichen Teil des Untergeschosses richtet der LWL eine Dauerausstellung zum Untertagebau der Zeche Zollern II/IV ein. "Dabei können wir den Keller mit seinen Maschinenfundamenten komplett erhalten. Die Besucher erhalten hier die sehr seltene Gelegenheit, die funktionalen Nebenräume eines Industriedenkmals zu besichtigen. Die verwinkelte, etwas düstere Atmosphäre des Kellers mit seinen Gebrauchsspuren, die wir auch erhalten werden, eignet sich ideal für Inszenierung einer Untertagesituation", so Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums.



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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