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Mitteilung vom 28.08.07

Presse-Infos | Kultur

Für die Ausstellung "Schichtwechsel"

LWL-Industriemuseum sucht Zeitzeugen aus den letzten Zechentagen

Bewertung:

Dortmund (lwl). Das LWL-Industriemuseum sucht für eine Sonderausstellung auf der Zeche Zollern zum Strukturwandel im Revier noch Männer und Frauen, die über diese schwierige Zeit aus persönlicher Erfahrung berichten können. "Schichtwechsel" heißt die Schau, die der Landschaftsverband Westalen-Lippe (LWL) im Januar 2008 eröffnet und bis Anfang April in den Räumen der Dortmunder Jugendstilzeche zeigen wird.

"Wir haben zwar viele Fotos abgebrochener Zechen, auch Zeitungsartikel über Streiks und Stilllegungspläne sind in den Archiven überliefert," so Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. "Was uns aber fehlt, sind die Sichtweisen der Menschen, die von Feierschichten, Aufhaldungen und Stilllegungen seit 1958 betroffen waren. Wir suchen Objekte aus der Zeit von 1955 bis 1969, die an die letzten Tage auf den Zechen erinnern oder die Zeit danach wieder lebendig werden lassen. Wer hat noch seine alte Marke oder ein anderes Erinnerungsstück mitgenommen?"

Wer noch Fotos aus dieser Zeit besitzt, vielleicht auch Objekte eines Streiks (Transparente, Armbinden, schwarze Fahnen etc.), sein Kündigungsschreiben oder gar einen neuen Arbeitsvertrag in seinen Unterlagen hat, wird gebeten, diese Sachen dem Museum leihweise zur Verfügung zu stellen. Willkommen sind auch persönliche Erinnerungen an diese für die Bergmannsfamilien schwere Zeit. Ulrike Gilhaus: "Natürlich möchten wir auch wissen, wie es für die Familien weiterging und wie sie heute darüber denken". Über Post, E-Mails oder Anrufe freut sich das Museumsteam.

Kontakt:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Tel. 0231 6961-211
E-Mail: zeche-zollern@lwl.org



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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