LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.05.07

Foto zur MitteilungDrei Skelette von einem Steppenelefant und zwei Mammuts zeigen die Entwicklung der größten Landsäugetiere, die hervorragend an unterschiedliche Klimate angepasst waren.
Foto: LWL/Freigang.


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Presse-Infos | Kultur

Klima-Ausstellung hatte 125.000 Besucher

Zur Extraschicht am 2. Juni noch einmal geöffnet

Bewertung:

Herne (lwl). Rund 125.000 Menschen haben die Ausstellung "Klima und Mensch" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne besucht. Im LWL-Museum für Archäologie ist am Mittwoch (30.5.) die bislang größte Ausstellung in Deutschland zur Entwicklung der Menschen aus klimageschichtlicher Sicht zu Ende gegangen.

"Eines hat diese Ausstellung ganz deutlich gezeigt: Das Klima war in der Vergangenheit der Motor der Evolution. Die Menschen haben bislang auch die extremsten Klimaveränderungen gemeistert, indem sie sich technologisch angepasst haben", so LWL-Direktor Wolfgang Kirsch.

Mit über 800 Exponate aus allen Kontinenten hatte das LWL-Museum für Archäologie die Entwicklung der Menschen, Tiere und Pflanzen in den letzten sechs Millionen Jahren gezeigt, darunter zahlreiche spektakuläre Einzelfunde.

Star der Ausstellung war zunächst das Mammutbaby "Dima", das vor 35.000 Jahren im sibirischen Schlamm ums Leben kam und das einzige vollständig erhaltene Mammut ist. Ihm zur Seite standen drei meterhohe Skelette von ausgewachsenen Mammuts, darunter war auch das Mammut aus Ahlen (Kreis Warendorf), das einzige komplett erhaltene Mammutskelett Deutschlands.

Viele Exponate zeigten sehr anschaulich, wie sich der Mensch im Laufe seiner sechs Millionen Jahre langen Entwicklung an Klimaveränderungen angepasst hat: So erfand der Mensch vor 13.000 Jahren Pfeil und Bogen. Damals endete die letzte Kaltphase der Eiszeit und damit änderte sich auch die Pflanzen- und Tierwelt. In den dichten Wäldern waren Lanzen und Speere, mit denen die Menschen über Hunderttausende von Jahren die großen Tierherden gejagt hatten, wenig erfolgreich. In der Ausstellung waren zum ersten Mal die drei ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Welt zu sehen.

Aber nicht nur die extremen Klimaveränderungen der letzten sechs Millionen Jahre waren zu sehen, sondern zum Schluss stellten sich die Besucher der eigenen Zukunft. In einem Sonderraum konnten sich die Besucher anhand von Infusionsbeuteln über aktuelle Klimaschutzprojekte informieren und sich der Frage stellen Wie geht es weiter mit dem Klima unserer Erde und welche Folgen hat das für die Menschheit?

"Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist stolz darauf, dass sein LWL-Archäologiemuseum diese außergewöhnliche Ausstellung gezeigt hat. Wie eine Besucherbefragung beweist, war "klima und mensch" für ein breites Spektrum an Besuchern interessant. Denn es wurden komplexe Inhalte und Zusammenhänge allgemeinverständlich dargestellt. Und die Wissenschaftler waren von der Exponatauswahl begeistert. Unter anderem, weil hier viele der berühmtesten steinzeitlichen Funde aus aller Welt zusammen - und zum Teil erstmals in Deutschland beziehungsweise Europa - präsentiert wurden", freute sich Prof. Dr. Karl Teppe, LWL-Kulturdezernent, bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch.

Zum Abschluss der Ausstellung hatte das LWL-Museum, die DB Regio NRW und das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem Klimagipfel der besonderen Art eingeladen. NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke sowie Vertreter der DB Regio NRW, der Nord-Rhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie der Ruhr-Universität Bochum beleuchteten die Zukunftsperspektiven des Öffentlichen Personennahverkehrs in Nordrhein-Westfalen.

Noch einmal geöffnet

Für alle, die die Klima-Ausstellung verpasst haben, gibt es eine letzte Gelegenheit bei der Extraschicht am 2. Juni. Von 18 bis 2 Uhr ist "Klima und Mensch" noch einmal geöffnet, zu jeder vollen Stunde gibt es eine kostenlose Führung. Zur Extraschicht haben sich Die Ausstellungsmacher noch einmal etwas Besonderes überlegt: In einem Klimakorridor zum Museumseingang werden Wetterphänomene wie Hitze und Trockenheit, Eis, Blitz und Donner inszeniert und stimmen die Besucher auf die Nacht ein. Im Vortragssaal zeigt die Firma geoscopia Live-Satellitenbilder aus den problematischen Klima-Gebieten der Erde. Und im Museumskino laufen den ganzen Abend Kurzfilme und Dokumentationen rund um das Thema Umwelt und Klima.
Eintrittskarten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Museumskasse erhältlich.

Termine und Kosten:
Extraschicht: 2. Juni 2007, 18 bis 2 Uhr.
Vorverkauf: Einzelticket 10 Euro, 4-Personenticket 32 Euro. Abendkasse: Einzelticket 14 Euro. Die Tickets gelten gleichzeitig als Fahrausweis in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR), Ruhr-Lippe (ZRL) und Rhein-Sieg (VRS).
www.klimaundmensch.de

LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Dr. Yasmine Freigang, Tel.: 0251 5907-267 oder 0173 8301752
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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