LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.04.07

Foto zur MitteilungDie mittelalterlichen Waffen im Einsatz.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDie frischgebackenen Ritter in selbstgemachter Rüstung.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDie Siedlung Warendorf gibt Auskunft über das mittelalterliche Leben in Westfalen.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Zu Ostern eine Zeitreise ins Mittelalter

Bewertung:

Herne (lwl). Ein mittelalterliches Spektakel erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie in Herne am Osterwochenende. Im Rahmen des Haranni-Spectaculums bietet das Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein buntes Programm für die ganze Familie an. Am Ostermontag von elf bis 18 Uhr werden alte Waffen und Kampftaktiken der Völkerwanderungszeit und des Mittelalters vorgeführt und die Teilnehmer in ein mittelalterliches Heer aufgenommen. Eine Ausbildung zum Ritter erhalten Kinder zwischen acht und zwölf Jahren am Karsamstag und Ostersonntag jeweils um 15 Uhr. Die frischgebackenen Knappen erfahren, "wie die alten Rittersleut' " lebten und was es hieß, ein Ritter zu sein. Zusätzlich werden verschiedene Führungen durch die Ausstellungen des Museums am Ostersonntag und am Ostermontag angeboten: Jeweils um 14 und 16 Uhr führt ein Rundgang durch das "mittelalterliche Westfalen". Noch weiter zurück in der Zeit geht es in der Führung "gesucht. gefunden. ausgegraben.", wenn um 15 Uhr 250.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Westfalen im Zeitraffer durchschritten werden. Wie es weiter geht mit dem Klima unserer Erde erfahren die Teilnehmer jeweils um 14 und 16 Uhr in der Sonderausstellung "klima und mensch".

Der Titel der Waffenvorführung »...von kûner recken strîte...« stammt aus den einleitenden Versen des Nibelungenliedes. Sie kündigen an, was den Leser oder Zuhörer des Liedes erwartet: große Gefühle, aber vor allem Heldentaten und die "Kämpfe kühner Recken". Krieg und Gewalt waren im Mittelalter akzeptierter als heute, worüber eine Geschichte des Mönches Notker aus dem 10. Jahrhun-dert Auskunft gibt: Ludwig der Deutsche, heißt es da, erhielt Geldgeschenke einer normannischen Delegation. Diese aber warf er achtlos in den Dreck, um statt dessen fachmännisch die mitgebrachten Waffen zu inspizieren. Er erwarb sich dadurch großes Ansehen. Der Mann von Stand definierte sich durch seine Wehrhaftigkeit und Waffen. Diese Wertvorstellungen mündeten schließlich im romantisierten Ritterideal, das bis heute wenig von seiner Faszination verloren hat. Gestützt auf archäologische Funde und Schriftquellen werden bei dieser Vorführung am Ostermontag von elf bis 18 Uhr Waffen und Kampftaktiken von der Völkerwanderungszeit bis zum hohen Mittelalter gezeigt. Außerdem haben die Besucher Gelegenheit, Ausrüstung und Waffen anzulegen und ihren Platz im mittelalterlichen Heer einzunehmen.

"Wie die alten Rittersleut' " erkunden die Teilnehmer im Alter von acht bis zwölf Jahren am Samstag und Ostersonntag die Welt des höfischen Mittelalters. Nach der Begrüßung als Knappen werden sie eingewiesen in die ritterlichen Rechte, Pflichten und Tugenden und erhalten einen Einblick in den Alltag eines Burgherren. Wie schwer ein Ritter zu tragen hatte, können sie bei der Anprobe von Helm und Kettenhemd am eigenen Leib erfahren. Nachdem die jungen Knappen für sich selbst einen Teil der Rüstung gefertigt haben, schließt die eineinhalbstündige Ausbildung mit dem feierlichen Ritterschlag ab.

Am Ostersonntag und Ostermontag erfahren Erwachsene jeweils um 14 und um 16 Uhr etwas über "Westfalen im Mittelalter". Vor mehr als 1500 Jahren erstreckte sich das Reich der Franken bis an das heutige Westfalen. Karl der Große stellte mit der Eroberung des Gebietes und der Unterwerfung der dort lebenden Sachsen die Weichen für die Zukunft der Region. Westfalen wurde fränkisch und später Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der einstündige Rundgang erläutert diese spannende Entwicklung anhand archäologischer Funde. Sie erzählen von der Macht Adeliger wie dem so genannten Fürsten von Beckum, berichten vom Glanz und Reichtum der Kirchen und Klöster, geben Einblick in den entbehrungsreichen Alltag der Bauern und veranschaulichen das hektische Treiben in den westfälischen Städten.

Sonntag und Montag haben Erwachsene um 15 Uhr außerdem die Möglichkeit, noch weiter in die Vergangenheit Westfalens zurückzublicken. Der einstündige Rundgang "gesucht. gefunden. ausgegraben." folgt den Spuren der Menschen in Westfalen, die sie im Laufe von über 250 000 Jahren hier hinterlassen haben. Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte, durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und Überresten römischer Militärlager. Zeugnisse der frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor Augen führt.

Ebenfalls am Ostersonntag und -montag geht es um 14 und um 16 Uhr um Überschwemmungen, Tornados und Rekordtemperaturen. Steuern die Menschen auf eine Klimakatastrophe zu? Der Rundgang durch die Sonderausstellung "klima und mensch" verdeutlicht die Abhängigkeit von Klima, Mensch und Umwelt voneinander und spannt dabei einen Bogen von sechs Millionen Jahren: vom mumifizierten Mammutbaby Dima bis zum genmanipulierten Schwein, von den 3,6 Millionen Jahre alten Fußspuren aus Laetoli in Afrika bis zur modernen UV-Schutzkleidung.

Alle Veranstaltungen finden im Rahmen des vom CityCenter veranstalteten Haranni-Spectaculums statt.

Termine:
Sa, 07.04. "Wie die alten Rittersleut" - Programm für Kinder von 8 bis 12 Jahren, 15 Uhr

So, 08.04.
"Westfalen im Mittelalter" - Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
"Wie die alten Rittersleut" - Programm für Kinder von 8 bis 12 Jahren, 15 Uhr
"klima und mensch" - Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
"gesucht. gefunden. ausgegraben." - Führung, 15 Uhr

Mo, 09.04."»... von kûner recken strîte ...« - Waffen, Krieg und Streitkultur der Völkerwanderungszeit und des Mittelalters" - Vorführung, 11 bis 18 Uhr
"Westfalen im Mittelalter" - Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
"klima und mensch" - Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
"gesucht. gefunden. ausgegraben." - Führung, 15 Uhr

Kosten:

Die Waffenvorführung ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung nötig.
Für die anderen Veranstaltungen ist nur der Eintrittspreis zu entrichten: Erwachsene 3,50 Euro,
6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro. Eine Anmeldung wird dringend empfohlen.
Bitte während der Öffnungszeiten des Museums unter der Rufnummer 02323 94628-0 anrufen.

Westfälisches Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287 und Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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