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Mitteilung vom 06.03.07

Foto zur MitteilungSpiegelungen wie an der Glasfassade dieses Hauses liefern Berthold Socha immer wieder spannende Motive.
Foto: Berthold Socha


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Glas.Fenster.Licht - Fotografien von Berthold Socha in der Glashütte Gernheim

Bewertung:

Petershagen (lwl). "Glas.Fenster.Licht" heißt eine Ausstellung mit Fotografien von Berthold Socha, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 11. März, in seinem Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen-Ovenstädt zeigt.

Über mehrere Jahrzehnte ist Berthold Socha, früher Referent in der Kulturabteilung des LWL, in seiner Freizeit mit der Kamera unterwegs gewesen. Bei seinen Streifzügen hat ihn Glas immer fasziniert. Ob in der Architektur, in der Kunst, im Alltag - die besonderen Eigenschaften dieses Materials, seine Transparenz, Reflexionen und Lichtbrechungen zogen ihn immer wieder an. Das Ergebnis seiner jahrelangen Beobachtungen hat Socha nun eigens für die Gernheimer Ausstellung zusammengetragen.

Verstärkt wurde seine fotografische Auseinandersetzung mit Glas durch die Freundschaft des Fotografen mit den Glaskünstlern Pete Hunner und Maibritt Jönson, die vor etwa 30 Jahren begann. In der Ausstellung finden sich viele Bezugspunkte zu Glas wieder. Glasfassaden - meist spiegelnd, Innenräume durch Glas geschützt , Glas als Werkstoff der künstlerischen Arbeit, Schaufenster, Fenster, die einem Gebäude erst ein Gesicht verleihen, Glasbehältnisse (Sammlung Schwiezer), aber auch frühe Aufnahmen der Glashütte Gernheim.

Socha, der aus Oberschlesien stammt, in Oldenburg aufwuchs und seit 1955 in Münster lebt, kam schon in seiner Jugend mit der Fotografie in Berührung. Als "Amateur" beackerte er fast alle Bereiche des Metiers, selbst den der Makrofotografie. Schnell kam die Hinwendung zu Themen, die ihn begleitet haben und noch begleiten. Vorbilder, bestimmte Themen aufzunehmen, waren für ihn in den 60er Jahren die Sternfotografen und hier insbesondere Hilmar Pabel und Thomas Höpker, sowie auch Stefan Moses, die ihn auch mit anderen Themen (subjektive Fotografie) lange inspirierten. Später gab es einen starken Einfluss durch die FAZ-Fotografin Barbara Klemm.

Geblieben ist bis heute der Einfluss der "subjektiven Fotografie", der von Schule Otto Steinerts ausging. Grafische Details der umgebenden Welt finden sich immer wieder in seinen Aufnahmen. Manche Themen begleiten ihn über lange Zeit: Etwa "Offene und geschlossene Fenster", zerstört oder zugemauert. "Kunstbetrachtung": Menschen, die mit Kunstwerken korrespondieren; "Sehen und gesehen werden - wollen": Menschen, die sich bei Veranstaltungen präsentieren oder in der Öffentlichkeit in besonderer Weise auftreten; "Stille, verlassene Orte" und andere mehr.

In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland war und ist Berthold Socha mit seinen Arbeiten präsent, 1991 gründete er mit anderen die Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. -Verein zur Förderung der Fotografie in Münster-, 2002 wurde er in die renommierte Deutsche Gesellschaft für Photografie (DGPh) berufen. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen und ist als Buchautor hervorgetreten.

Die Ausstellung wird am 11. März um 11.30 Uhr im Beisein des Fotografen eröffnet und ist bis zum 3. Juni 2007 zu sehen. Eine Einführung in die Ausstellung gibt Dr. Helmut Knirim, Leiter des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Münster.

Glas. Fenster.Licht
Fotografien von Berthold Socha
11.3. bis 3.6.2007

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12, 32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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