LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.02.07

Foto zur MitteilungBlick in die Laubenhalle.
Foto: LWL/Nieland


Foto zur MitteilungAnsicht der Porta Westfalica mit Kaiserhof und Laubenhalle (links neben dem Hauptgebäude) um 1900.
Repro:LWL/Dülberg


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Presse-Infos | Der LWL

LWL kürt Westfalens letzte Laubenhalle zum Denkmal des Monats

Sponsoren für dringend notwendige Restaurierung gesucht

Bewertung:

Porta Westfalica (lwl). Im 19. Jahrhundert waren Ausflugslokale mit einem Kaffeegarten in Westfalen-Lippe weit verbreitet. Doch in den 1960er Jahren änderte sich das Freizeitverhalten der Menschen und die Kaffeegärten verloren an Bedeutung. So auch der Kaffeegarten des renommierten "Kaiserhofes" mit seiner Laubenhalle unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke). Obwohl die offene Laubenhalle kaum noch genutzt wurde, pflegten die Eigentümer sie weiter. So blieb die Laubenhalle als einzige ihrer Art in ganz Westfalen-Lippe erhalten. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sie jetzt zum Denkmal des Monats Februar gekürt.

Doch der Zahn der Zeit hat auch an dieser hölzernen Gartenarchitektur genagt, die in diesem Jahr 110 Jahre alt wird. Die dringende Restaurierung übersteigt aber die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer, da sie die wiederhergerichtete Laubenhalle ja nur im Sommer bei gutem Wetter gastronomisch nutzen könnten. Die notwendigen Investitionen, wären somit nicht einmal annähernd zu erwirtschaften. Um zu verhindern, dass die Gartenarchitektur der Jahrhundertwende weiter verfällt, suchen die Eigentümer, die Stadt Porta Westfalica, die Stadt- und Kreisheimatpfleger und das LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen nach Wegen für ein tragfähiges Finanzierungskonzept. "Ideal wäre es, wenn sich ein Sponsor fände, der bei der Rettung des in Westfalen einzigartigen Baudenkmals helfen würde. Dann könnte die Laubenhalle saniert werden und gäbe ein attraktives Ambiente für einen Biergarten ab. Das wäre sicher ein reizvolles Ziel für Radtouristen und Besucher des Kaiser-Wilhelm-Denkmals", so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Barbara Pankoke.

Der Kaffee- und Konzertgarten war gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein echter Besuchermagnet: Vom nahegelegenen Minden aus konnte man mit der Straßenbahn direkt bis vor das Hotel "Kaiserhof" fahren. Auch viele Kurgäste aus Bad Oeynhausen kamen, um nach einem Besuch des Kaiser-Denkmals hier zu essen oder bei den Klängen einer Kapelle Kaffee zu trinken. Um den Besuchern den Aufenthalt noch angenehmer zu machen, errichtete das Hotel 1897 auf seiner erhöhten Aussichtsterrasse die offene Laubenhalle. Nun konnten die Ausflugsgäste von Sonne und Regen geschützt die Aussicht auf die Weser genießen.

Die an der Südseite des Hotels gelegene Halle ist symmetrisch aufgebaut und durch einen erhöhten Mittelteil und zwei Eckpavillons gegliedert. Zum Hang hin verfügt die Halle über eine geschlossene Rückwand, die auf einer hohen Stützwand aus Bruchstein aufsetzt. Das Holzständerwerk der offenen Vorderseite ist mit Schnitzereien verziert. Ein Plan vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt vor der Halle eine symmetrisch angelegte Gartenanlage in Stil des Neubarock. "Der derzeitige Zustand der Halle macht uns allerdings große Sorgen: Im vergangen Jahr ist ein Teil der Stützmauer eingebrochen, das Dach ist an mehreren Stellen reparaturbedürftig und das Holzständerwerk braucht dringend einen neuen Anstrich", nennt Pankoke nur die wichtigsten der nötigen Maßnahmen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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