LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.01.07

Foto zur MitteilungDas Hochzeitsfoto der jüdischen Familie Gumprich aus Münster, 1931.
Foto: Foto: Sammlung Möllenhoff/Schlautmann-Overmeye


Foto zur Mitteilung

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Foto zur MitteilungGemeinsame Spurensuche -Schüler befragen einen Zeitzeugen.
Fotos: LWL/Bahl


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Presse-Infos | Der LWL

Schüler erforschen die Geschichte ihrer Großeltern
In Münster startet Projekt "Geboren vor 1945 in ..."

Bewertung:

Münster (lwl). Ein Medien- und Geschichtsprojekt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt Schüler in Münster zur Spurensuche und eigenen Recherchen in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft ein. LWL und die Stadt Münster geben Hilfestellung, die Bewerbungsfrist für weiterführende Schulen läuft bis Ende Februar. Die besten drei Initiativen werden gefördert.

Dass Großeltern viel von früher erzählen, ist wohl typisch, dass die Enkelkinder mit diesen Informationen andere "Zeitzeugen" aufspüren und interviewen, kritische Fragen stellen, verschiedene Quellen hinzuziehen, dazu einen Film, Internetseiten oder Bildpräsentationen produzieren, eher nicht. "Das Angebot für Gruppen aus Schulen in Münster verbindet historische Bildung und aktive Medienarbeit zu einem spannenden Unterricht der anderen Art", ist sich LWL-Medienzentrumsleiter Dr. Markus Köster sicher. Unter der Rahmenvorgabe "Geboren vor 1945 in ..." sollen sich Klassen oder Schüler-AGs ab der Jahrgangsstufe 7 mit einem Aspekt der Geschichte ihrer Großeltern- oder Urgroßelterngeneration auseinandersetzen.

Dabei muss durchaus nicht unbedingt die eigene Familie das Forschungsfeld sein. Auch Zeitzeugenbefragungen von prominenten Münsteranern, die Spurensuche nach Verfolgten, Mitläufern oder auch nach Tätern aus der NS-Zeit sind ebenso denkbar wie die Rekonstruktion der Geschichte von Denkmalstandorten, Schulen, Straßen, Wohnhäusern und ihren Bewohnern vor 1945.

Insgesamt sollen drei weiterführende Schulen aus Münster die Chance erhalten, sich mit je einer Klasse oder Arbeitsgruppe an dem Programm zu beteiligen. Das Projekt ist offen für alle Schulformen und wird deren unterschiedliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten berücksichtigen. Voraussetzung ist eine aussagekräftige Bewerbung in Form einer Projektskizze bis zum 28. Februar 2007.

Ausdrücklich gewünscht ist die Einbeziehung interkultureller Perspektiven, etwa durch Gemeinschaftsprojekte mit ausländischen Partnerschulen oder Ansätze, die sich mit den unterschiedlichen Herkunftsländern und -kulturen der Schülerinnen und Schüler beschäftigen.

Organisiert wird das Programm vom LWL-Medienzentrum für Westfalen / Stadtbildstelle Münster in Kooperation mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster.

"Unser Projekt soll lebensweltbezogene Ansätze historischen Lernens mit produktiver Medienarbeit verbinden", so Robert Gücker, Referent im LWL-Medienzentrum und Koordinator des Projekts. Zeitzeugengespräche und die Spurensuche vor Ort eröffneten Schülern unmittelbare Zugänge zur Vergangenheit. Und die Aufbereitung zu einem selbstgestalteten Film, einer Fotodokumentation oder einer Website mache diese historische "Graswurzelarbeit" nachhaltig und auch für andere anschaulich. "Damit holen wir auch jene Schüler ins Boot, die die Beschäftigung mit Geschichte bislang eher als staubtrocken empfunden haben", so Gücker.

Die beteiligten Einrichtungen begleiten sowohl die inhaltliche Erarbeitung als auch die mediale Aufbereitung, technische Ausrüstung steht bei Bedarf ebenfalls zur Verfügung. Das LWL-Medienzentrum macht die Produktionen auch allen anderen Schulen im Stadtgebiet als Lernmedien zugänglich.

"Das Programm unterstützt die Schulen in mehrfacher Weise bei der Entwicklung von innovativen Formen des Unterrichts", erläutert Christoph Spieker vom Geschichtsort Villa ten Hompel den Nutzen des Angebots. "Dazu zählen die schülernahe Wahl von Medien, die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses und nicht zuletzt die Kooperation mit außerschulischen Lernorten." "Geboren vor 1945 in ..." biete nicht nur für den Geschichts-, sondern auch für den Religions-, Deutsch- und Sowi- oder Politikunterricht, zahlreiche Anknüpfungspunkte, Spieker.

Kontakt für Interessierte:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Robert Gücker
Fürstenbergstraße 14
48147 Münster
Tel.: 0251 591-3919
Fax: 0251 591-3982
email: robert.guecker@lwl.org



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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