LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 28.11.06

Foto zur MitteilungMammutfleisch war bei unseren Vorfahren sehr beliebt. Im Dauerfrostboden Sibiriens hat es sich - ebenso wie Innereien oder Haut- und Fellreste - wie in einer Tiefkühltruhe erhalten.
Foto: LWL/Brentführer.


Foto zur MitteilungSpeisen aus den verschiedensten Zeiten sind in der Klimaausstellung auf einem gedeckten Tisch zu sehen.
Foto: LWL/Menne.


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Presse-Infos | Der LWL

"Speise-Reise" durch die Zeit
Familiensonntag im Archäologiemuseum

Bewertung:

Herne (lwl). Am 3. Dezember hat das Westfälische Museum für Archäologie in Herne einen Familiensonntag in seinem Programm. Dieses Mal erfahren die Teilnehmer im Alter von acht bis zwölf Jahren bei einer Reise durch die Zeit, was bei unseren Vorfahren auf den Tisch kam. Die Erwachsenen können an kostenlosen Führungen durch die Sonderausstellung über "Klima und Mensch" oder durch die Dauerausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) teilnehmen.

Der Mensch hat sich zu fast allen Zeiten von pflanzlicher und tierischer Kost ernährt. Da er lange nur auf das zurückgriff, was die Natur bereithielt, war er stark von Jahreszeiten und vom Klima abhängig. Später fing er an, durch Ackerbau und Viehzucht Nahrung zu produzieren und Vorräte anzulegen. Heute stimmen wir unser Essen mit Farb-, Aroma-, und Ersatzstoffen ab. Das Programm "Speise-Reise" führt die jungen Teilnehmer im Alter von acht bis zwölf Jahren um 14 Uhr und um 16 Uhr durch mehrere tausend Jahre Ernährungsgeschichte, vorbei an Fleischresten vom Mammut, verbranntem Getreide aus der Zeit der ersten Bauern und Nahrungsmitteln für Astronauten. Anschließend töpfern die Teilnehmer ein Vorratsgefäß, wie es die ersten Bauern benutzten.

Die erwachsenen Besucher erfahren um 14 und 16 Uhr in der Führung "Klima und Mensch" wie Klima, Mensch und Umwelt sich gegenseitig beeinflussen. Durch die letzten sechs Millionen Jahre geht es vorbei an vielen einzigartigen Objekten aus der ganzen Welt: von den drei ältesten erhaltenen Holzjagdwaffen der Welt bis zur modernen UV-Schutzkleidung, vom deutschlandweit einzigen Skelett eines neugeborenen, über 200 000 Jahre alten Höhlenbären bis zum genmanipulierten Schwein. Die Besucher stellen sich der Zukunft und finden heraus, wie es weiter geht mit dem Klima unserer Erde und welche Folgen das für die Menschheit hat.

Außerdem bietet das LWL-Museum um 15 Uhr den Rundgang "gesucht. gefunden. ausgegraben." an, der durch 250 000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Dauerausstellung des Museums führt. Im Zeitraffer geht es durch die Vergangenheit, durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und den Hinterlassenschaften der frühen Bauern bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor Augen führt.

Es ist nur der Museumseintritt zu entrichten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wird aber empfohlen. Das LWL-Museum ist während der Öffnungszeiten unter 02323 94628-0 zu erreichen.

Termine: Sonntag, 03.12.2006
- 14 und 16 Uhr: Speise-Reise - Programm für Kinder von 8 bis 12 Jahren
- 14 Uhr und 16 Uhr: klima und mensch - Führung durch die Sonderausstellung
- 15 Uhr: gesucht. gefunden. ausgegraben - Führung durch die Dauerausstellung

Kosten: Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis für die Sonderausstellung: Erwachsene 5 Euro, 6- bis 17-Jährige 3 Euro, Familien 11 Euro.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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