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Mitteilung vom 18.08.06

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Presse-Infos | Der LWL

Klimakatastrophe - Science fiction oder bald Realität?
Vortrag von ZDF-Wetterexperte Dieter Walch

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Herne (lwl). "Es gibt keine Klimakatastrophe, aber die rasche Klimaänderung wird für viele Menschen katastrophale Auswirkungen haben." - So lautet die Vorhersage von Dieter Walch, Wetterexperte vom ZDF. Am Donnerstag (24. August) erläutert der Diplom-Metereologe im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne, wie er zu dieser Prognose kommt. Der einstündige Vortrag "Klimakatastrophe - Sciencefiction oder bald Realität?" beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Seit Beginn der Industrialisierung ist der Gehalt klimawirksamer Spurengase in der Atmosphäre rapide angestiegen - und dadurch auch die Temperaturen. Besonders deutlich zeigt sich dies, wenn man die zehn wärmsten Jahre seit 1880 auflistet: Mit 2005, 1998, 2002, 2003, 2004, 2001, 1997, 1995, 1990 und 2000 sind in dieser "Top Ten-Liste" nur die letzten 14 Jahre vertreten.

"Schon heute verlieren wir durch Erosion, Versalzung, Überweidung, Grundwasserabsenkung und Versiegelung großer Flächen in jeder Stunde 900 Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Fläche. Das entspricht in einem Jahr etwa der Fläche Süddeutschlands. Dazu kommen die Auswirkungen des Ozonlochs und der Schadstoffbelastung des Bodens, der Luft und des Wassers", zählt Walch die Fakten auf.
Für die Zukunft lassen sich vor allem für die globale Entwicklung relativ sichere Voraussagen treffen. Für die Tropen sind demnach noch mehr Niederschläge zu erwarten, während die Zone der trockenen Subtropen sich weiter nach Norden ausbreiten wird. Die Häufigkeit und das Ausmaß von Gewittern und Sturmfluten in den gemäßigten Zonen sowie von Wirbelstürmen in den tropischen Meeren dürften zunehmen.

Die Folgen dieser klimatischen Veränderungen könnten Völkerwanderungen ungeahnten Ausmaßes sein. Der Kampf um Wasser könnte zu sozialen und gesellschaftlichen Spannungen und daraus resultierend zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Daher appelliert Dieter Walch nicht nur an die Industrie, die ökologischen Konsequenzen ihrer Produktion zu bedenken, sondern auch an das soziale Gewissen jedes Einzelnen: "Eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre ist es, von dem übersteigerten Konsum- und Anspruchsdenken der 1,2 Milliarden Menschen in den Industriestaaten wegzukommen und die Armut und den Kinderreichtum der 5 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern zu überwinden."

Der einstündige Vortrag "Klimakatastrophe - Sciencefiction oder bald Realität?" beginnt am 24. August um 20 Uhr. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag
9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Yasmine Freigang, Tel.: 0251 5907-267
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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