LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.06.06

Foto zur Mitteilung

Foto zur MitteilungDie Erstkommunion war das erste größere persönliche Fest im Leben eines katholischen Kindes. Hier ein Foto aus Grevenbrück (Kreis Olpe).
Foto: Heimat- und Verkehrsverein Grevenbrück


Foto zur MitteilungAlbert Schulte (1898 - 1983), der filmende Pfarrer von Dünschede (Stadt Attendorn, Kreis Olpe).
Foto: Karl Baumhoff


Foto zur MitteilungJupp Schmies (1918-1972) im Einsatz: Der Fotograf aus Finnentrop drehte im Kreis Olpe zahlreiche Filmdokumentationen.
Foto: Heimat- und Verkehrsverein Grevenbrück


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Presse-Infos | Der LWL

"Die Kirche im Dorf"
Neuer LWL-Film porträtiert katholisches Leben im Sauerland

Bewertung:

Grevenbrück (lwl). Buchstäblich von der Wiege bis zur Bahre bestimmte noch vor 50 Jahren der Glaube das Leben der meisten Menschen im kurkölnischen Sauerland. Eine neue DVD des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) macht Licht und Schatten der katholischen Lebenswelt lebendig. Grundlage des vom Westfälischen Landesmedienzentrum produzierten Dokumentarfilms "Die Kirche im Dorf" bilden historische Filmaufnahmen, die zwischen 1930 und 1965 in mehreren Orten des südlichen Sauerlandes (Kreis Olpe) entstanden.

"Schöpfer dieser Aufnahmen waren zumeist engagierte Amateurfilmer", erläutert Markus Köster, Leiter des LWL-Landesmedienzentrums. Der Dünscheder Pfarrer Albert Schulte (1898-1983) beispielsweise begleitete seit Anfang der 1950er Jahre nahezu jedes Ereignis in seiner Gemeinde mit seiner 8mm-Kamera. Taufen, Erstkommunionen, Trauungen und Beerdigungen hielt er ebenso auf Celluloid fest wie das Angelusgebet auf dem Feld, den Bau des Jugendheims und die vielfältigen Aktivitäten der katholischen Vereine im Dorf. Filmwürdig waren für Schulte wie für andere Filmemacher auch die besonderen Höhepunkte des kirchlichen Festkalenders: etwa die traditionellen Osterbräuche und Prozessionen, aber auch der Firmbesuch des Bischofs.

"Die Kirche war bis in die 1960er Jahre hinein der maßgebliche Faktor für das Glauben und Handeln der Menschen", sagt Susanne Falk, Kulturwissenschaftlerin und Kreisheimatpflegerin des Kreises Olpe, die den Film konzipierte. "Der Glaube an Gott und die Kirche gab vielen Menschen Hilfe, Trost und Kraft. Er setzte sie aber auch unter großen Druck. Vor allem, wenn es darum ging, die vielfältigen und oft strengen Vorschriften und Gebote zu befolgen. Die kirchlichen Gebote regelten den Alltag des Einzelnen und der Familie ebenso wie das Zusammenleben in den Dörfern. Normen, Symbole, Riten, Feste und Organisationen schweißten die katholische Bevölkerung nach innen zusammen und schotteten sie zugleich gegenüber der nichtkatholischen Umwelt ab."

Manches von diesem katholischen Milieu ist bis heute erhalten geblieben, vieles aber schon längst ferne Vergangenheit. " Eine Reihe von Filmaufnahmen haben zum Glück die Erinnerung an diese Zeit festgehalten und dokumentieren so die große Bedeutung der Religion für die Sozial- und Alltagsgeschichte Westfalens", so Köster. Die Dokumentation des LWL ordne und kommentiere diese filmischen Überreste und mache sie auf diese Weise auch für die heute junge Generation verständlich. Damit wende sich die neue DVD nicht nur an die historisch Interessierten im Kreis Olpe, sondern an alle, die wissen wollten, was das Leben der Menschen im vergangenen Jahrhundert bestimmte.

Anlass für die Produktion war die Ausstellung "Licht und Schatten. Glaube und religiöses Leben im Sauerland 1850-1970", die noch bis zum 20. August im Museum der Stadt Lennestadt zu sehen ist. Als engagierter Förderer des Projekts trat der Heimat- und Verkehrsverein Grevenbrück auf. Am Donnerstag, 15. Juni 2006 (Fronleichnam), wird der 30-minütige Film im Haus der Offenen Tür Grevenbrück (neben dem Museum) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Unter dem Titel "Die Kirche im Dorf" kann die DVD zum Preis von 14,90 Euro zuzüglich Versandkosten beim Westfälischen Landesmedienzentrum (48133 Münster, medienzentrum@lwl.org, Fax: 0251 591-3982) oder direkt im Museum der Stadt Lennestadt erworben werden.



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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