LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 08.06.06

Foto zur MitteilungMuseumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus und Werkstattleiter Willi Marten begutachten das neue Seil auf dem Zollern-Fördergerüst.
Foto: LWL/Holtappels


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Industriemuseum hat den "Dreh" heraus
Historische Fördermaschine treibt Seilscheiben auf Zollern an

Bewertung:

Dortmund (lwl). 40 Jahre nach der Zechenschließung lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf dem Fördergerüst der Zeche Zollern in Dortmund erstmals wieder die Seilscheiben drehen. Angetrieben von der elektrischen Fördermaschine, sorgt ein Seil während der Fußball-Weltmeisterschaft regelmäßig für den richtigen Dreh auf dem 45 Meter hohen Turm. Der wird damit zum weithin sichtbaren Wahrzeichen für die bewegte Montan-Geschichte der Region. "Das ist einmalig in Deutschland", so Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern II/IV, am Donnerstag (8.6.) bei der Generalprobe in Dortmund-Bövinghausen.

Das Werkstattteam vom Museum hatte in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet: Ein 150 Meter langes Kunststoff-Seil wurde auf die Treibscheibe der Fördermaschine, die Seilscheiben auf dem Fördergerüst und eine neue Umlenkrolle aufgelegt. Die beiden Enden wurden miteinander verknüpft, so dass eine Endlosschleife entstand. Bereits im Frühjahr letzten Jahres hatte das Industriemuseum mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern die Fördermaschine der Firma Siemens & Halske von 1902/03 in Betrieb genommen. Der technische "Dinosaurier" gilt als älteste elektrische Fördermaschine im Bergbau.

Für die Museumsleiterin ist der neue Dreh auf dem Fördergerüst kein reiner Akt der Nostalgie: "Damit wird der historische Funktionszusammenhang zwischen Maschinenhalle und Förderung wieder erfahrbar. Das konnten wir bislang nur am Modell erklären." Anders als zur Betriebszeit der Zeche Zollern (1904-1966), als zwei Körbe mit Kohle oder Bergleuten hinab in den 462 Meter tiefen Schacht II bzw. von unten wieder hinauf fuhren, läuft das Seil jetzt allerdings über eine Umlenkrolle im Inneren des Fördergerüstes.

Am Donnerstag lernten ehrenamtliche und festangestellte Mitarbeiter des Museums das richtige und sichere Fahren mit einer Geschwindigkeit von neun Metern pro Sekunde - "das entspricht in etwa der historischen Fördergeschwindigkeit", so Werkstattleiter Willi Marten. Während der Fußball-Weltmeisterschaft stehen insgesamt 18 Vorführtermine auf dem "Fahrplan" (s.u.). Auch nach der WM will das LWL-Industriemuseum versuchen, Maschine und Seilscheiben so oft wie möglich laufen zu lassen. "Wir müssen allerdings erst Erfahrungen sammeln und brauchen auch noch zusätzlich ehrenamtliche Mitarbeiter", so Ulrike Gilhaus.
Dinosaurier der Elektrotechnik Technik.

Präsentation der ältesten elektrischen Fördermaschine im Bergbau.

Fr. 09.6. 14.30 Uhr
Sa. 10.6. 14.00 Uhr
So. 11.6. 14.00 Uhr
Mi. 14.6. 14.00 Uhr
Sa. 17.6. 14.00 Uhr
So. 18.6. 14.00 Uhr
Do. 22.6. 14.00 Uhr
So. 25.6. 14.00 Uhr
Mi. 28.6. 16.00 Uhr
Do. 29.6. 16.00 Uhr
Fr. 30.6. 14.00 Uhr
So. 02.7. 16.00 Uhr
Di. 04.7. 16.00 Uhr
Mi. 05.7. 16.00 Uhr
Do. 06.7. 16.00 Uhr
Fr. 07.7. 16.00 Uhr
Sa. 08.7. 15.00 Uhr
So. 09.7. 15.00 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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