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Mitteilung vom 13.04.06

Foto zur MitteilungZu Ostermontag führen Mitarbeiter im Westfälischen Museum für Archäologie einiges "im Schilde".
Foto: LWL/Lagers.


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Presse-Infos | Der LWL

"Vom Streit kühner Recken"
Osterprogramm im Westfälischen Museum für Archäologie

Bewertung:

Herne (lwl). Unter dem Motto "von kûner recken strîte" (Vom Streit kühner Recken) findet am Ostermontag (17.4.) um 15 Uhr eine Vorführung zu Waffen, Krieg und Streitkultur der Völkerwanderung und des Mittelalters im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne statt. Ostersonntag und Ostermontag bietet das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) außerdem um 14 Uhr und um 16 Uhr eine Führung durch die Ausstellung an.

Im Mittelalter wurde Krieg und Gewalt ganz anders wahrgenommen als heute. Eine Geschichte des Mönches Notker aus dem zehnten Jahrhundert gibt darüber Auskunft: Ludwig der Deutsche hatte sich großes Ansehen erworben, als er die Geldgeschenke einer normannischen Delegation achtlos in den Dreck warf und stattdessen fachmännisch die mitgebrachten Waffen inspizierte. Der Mann von Stand definierte sich in dieser Zeit durch seine Wehrhaftigkeit und Waffen. Dies lässt auch der Titel der Veranstaltung "... von kûner recken strîte ..." erkennen, der aus den einleitenden Versen des Nibelungenliedes stammt. Sie kündigen bereits an, was den Leser oder Zuhörer erwartet: große Gefühle, aber vor allem Heldentaten und die Kämpfe kühner Recken. Diese Wertvorstellungen mündeten schließlich in ein romantisiertes Ritterideal.

Am Ostermontag lernen Interessierte Waffen und Streitkultur aus der Völkerwanderungszeit und aus dem Mittelalter besser kennen. Unter Anleitung des Experimental-Archäologen Norbert Reuther können sie Waffen und Ausrüstung anlegen und sich wie ein echter Ritter fühlen.

Etwas friedlicher geht es am Ostersonntag und -Montag jeweils um 14 und 16 Uhr zu, wenn unter dem Titel "gesucht. gefunden. ausgegraben." Führungen durch die Dauerausstellung des LWL-Archäologiemuseums angeboten werden. Der Rundgang folgt den Spuren der Menschen in Westfalen, die sie im Laufe von über 250 000 Jahren hier hinterlassen haben.
Im Zeitraffer geht es durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und den Hinterlassenschaften der frühen Bauern. Zeugnisse der frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Zweiten Weltkrieges vor Augen führt.

Termine:
"gesucht. gefunden. ausgegraben." - Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag, 27.3., und Montag, 28.3., jeweils 14 Uhr und 16 Uhr

"... von kûner recken strîte ...": Montag. 28.3., 15 Uhr

Kosten:
Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Eu-ro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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