LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.04.06

Foto zur MitteilungAnnette Engelmann.
Foto: JFK Stemwede


Foto zur MitteilungTatjana Piters.
Foto: Verein Prometheus


Foto zur MitteilungPaula Artkamp und Manfred Kerklau vom Theater Sycorax.
Foto: Ralf Emmerich


Foto zur MitteilungMitglieder des Arbeitskreises Forensik Herne.
Foto: AK Forensik Herne


Foto zur MitteilungRichard Lesemann (Verein Stadthaus Detmold e.V.); Jan Schulz, Rebecca Schäfermeier, Nadine Lesemann, Thomas Deter, Konstantin Hanning,
Foto: Verein "Stadthaus Detmold"


Foto zur MitteilungVor dem Bockwindmühle Wehe, Rahden/OT: Wehe Hartmut Heinen, Geschäftsführer Mühlenverein, Wilhelm Krömer, 1. Vorsitzender, Friedrich Rohlfing, Leiter Mühlenbauhof, Wolfgang Hesse, Mitglied des Kreistages, Winfried Räbiger, Vorstand Mühlenverein, Heinrich Wiegmann, Sprecher Mühlengruppe Wehe, Paul Demel, Vorstand Mühlenverein (v. l.).
Foto: Mühlenverein


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Presse-Infos | Der LWL

LWL-Preise für besonderes Engagement verliehen
ACHTUNG REDAKTIONEN: SPERRFRIST
Frei ab 06.04.2006, 19.00 Uhr

Bewertung:

Münster (lwl). Sechs Vereine, Bürger und Initiativen sind am Donnerstag (6.4.) vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für ihr besonderes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der LWL-Psychiatriepreis 2006 ging an das Theater Sycorax e.V. aus Münster, der LWL-Sozialpreis an den Verein "Stadthaus Detmold - Gemeinsames Arbeiten und Wohnen behinderter Bürger e.V." (Kreis Lippe). Im Bereich Gesundheit wurde der Arbeitskreis Forensik im Psychosozialen Plenum Herne ausgezeichnet. Den LWL-Kulturpreis erhielt der Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke. Der LWL-Jugendpreis wurde in diesem Jahr geteilt: Er ging an Tatjana Piters vom Verein Prometheus (Hamm-Werries) und Annette Engelmann vom Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke). Die Preise sind jeweils mit 2000 Euro dotiert.

Der LWL-Jugendpreis wurde in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Annette Engelmann vom Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede (JFK Stemwede) und Tatjana Piters vom Verein Prometheus (Hamm-Werries) verliehen. Bei beiden Preisträgerinnen würdigte die Vorsitzende des LWL-Parlamentes Maria Seifert besonders das "kontinuierliche ehrenamtliche Engagement".

Annette Engelmann engagiert sich seit über 30 Jahren im Verein JFK Stemwede.
Zu den Angeboten des Vereins zählen das Jugendbistro "Life House", jährliche Ferienspiele und regelmäßige Kulturtage. Mehr als 20.000 Besucher strömen zum jährlichen kostenlosen Open-Air-Festival. Auf die Bedürfnisse der jungen Bewohner der Flächengemeinde reagierte der JFK mit einem Spielmobil und einem mobilen Internetcafé. Engelmann organisiert die Arbeit im "Life House" neben ihrem Beruf und ihrer Familie. Auch in die Planung des Jugendbistros investierte sie über vier Jahre den Großteil ihrer Freizeit.

Tatjana Piters habe durch ihr Engagement in Hamm maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein Prometheus Maßstäbe in der Selbstorganisation von Migranten gesetzt hat, betonte Seifert.
Der Verein ist aus einer Selbsthilfegruppe für Aussiedler entstanden. Inzwischen sind die Angebote für alle Interessierten offen. Prometheus e.V. bietet unter anderem Kinder- und Jugendgruppen, Frauentreffs und Weiterbildung wie etwa Sprachkurse an. Die drei festen Treffpunkte des Vereins sind über die ganze Stadt Hamm verteilt.

Mit dem LWL-Psychiatriepreis für das Theater Sycorax will der LWL, so sein Direktor Wolfgang Schäfer, den Mitgliedern des Vereins in Münster für ihren Beitrag zur Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen danken. Die meisten Mitglieder der integrativen Theatergruppe waren selbst einmal psychisch krank. "Sich unter professionellen Bedingungen in bühnenreifen Produktionen zu bewähren, stärkt das Selbstwertgefühl der Schauspieler", so Schäfer. Für die Zuschauer solle das künstlerische Erlebnis im Vordergrund stehen, Stigmatisierungen sollen ausgeblendet werden.

Mindestens einmal pro Woche proben die 15 Mitglieder unter der Leitung von Paula Artkamp und Manfred Kerklau. Zurzeit bereitet die Gruppe das zweite "Madness and Arts World Festival" in der ersten Maiwoche in Münster vor. Zum Festival steht die Premiere des neuen Sycorax-Stücks an.

Mit dem Gesundheitspreis würdigte der LWL das Engagement des Arbeitskreises Forensik in Herne. Der Arbeitskreis trete für die Akzeptanz der forensischen Psychiatrie in der Öffnetlichkeit ein, ohne da-bei die Ängste und Sicherheitsbedürfnisse der Menschen zu ignorieren, sagte Maria Seifert, Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung.

Der Arbeitskreis Forensik wurde im März 2001 gegründet, als die geplante Errichtung einer Klinik für psychisch kranke Straftäter in Herne auf breite Ablehnung stieß. Um für Verständnis zu werben, setzt der Arbeitskreis auf Aktivitäten wie Exkursionen zu bestehenden Kliniken oder Kunstprojekte.

Mit dem LWL-Sozialpreis für den Verein "Stadthaus Detmold" habe man ein "zukunftsweisendes Projekt" ausgezeichnet, freute sich Wolfgang Schäfer. Das Projekt vereinige außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement und Innovationskraft bei der Teilhabe behinderter Menschen am Gemeinschafts- und Arbeitsleben. "Stadthaus Detmold" ist der Trägerverein des Hotels Stadthaus Detmold. In dem integrativen Hotel arbeiten sieben behinderte Menschen zwischen 24 und 31 Jahren: Sie sorgen durch frischen Kaffee, gepflegte Gärten und gemachte Betten dafür, dass die Hotelgäste sich wohl fühlen.

An das Hotel angeschlossen ist die Wohngemeinschaft, in der die jungen Menschen leben. Sie alle haben eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe durchlaufen. Das Hotel verfügt über 32 Betten und ist selbst behindertengerecht gestaltet.

Der Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke erhält den LWL-Kulturpreis für seine Verdienste um die Erhaltung der wichtigsten Wind-, Wasser- und Rossmühlen seit fast drei Jahrzehnten. "Die innovative Arbeit des Vereins wird in ganz Deutschland beachtet", so Maria Seifert.

Der Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke bündelt die Arbeit von 32 "sehr aktiven Mühlengruppen" (Seifert) mit insgesamt 930 Vereinsmitgliedern. Seit 1978 trägt er zur Erhaltung der wichtigsten Wind-, Wasser- und Rossmühlen im Kreis bei und pflegt somit die charakteristische Kulturlandschaft des Kreises. Zurzeit baut er außerdem in Frille ein Informations- und Dokumentationszentrum zur Geschichte der Mühlen auf. Nach dem Vorbild des Vereins gründete sich 1987 die "Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e.V." mit Sitz in Minden.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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