LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 15.03.06

Foto zur MitteilungDer Spangenhelm war ein wichtiger Teil der spätrömischen Militärausrüstung.
Foto: Norbert Reuther.


Foto zur MitteilungAus diesen Rohmaterialien bauen die Teilnehmer Spangenhelme nach fränkischem Vorbild.
Foto: Norbert Reuther.


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Presse-Infos | Der LWL

Spangenhelm war Vorläufer der Königskrone
Seminar im Westfälischen Museum für Archäologie

Bewertung:

Herne (lwl). Am Samstag, den 25. März, bietet das Westfälische Museum für Archäologie in Herne von 11 bis 18 Uhr ein Kreativseminar an. Dieses Mal können Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren einen so genannten Spangenhelm aus früh- und hochmittelalterlicher Zeit nachbauen. Dafür dienen fränkische Grabfunde im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als Vorlage.

Der Spangenhelm war keineswegs nur ein Helm für Krieger. Aus Messing, Bronze und Eisen gefertigt, war der Helm ein Schutz vor scharfen Waffen und ein fester Bestandteil der spätrömischen Militärausstattung des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. Wer solch einen Helm trug, genoss ein hohes An-sehen in der Gesellschaft. Nur zu ganz bestimmten Anlässen durfte der Helm in der Öffentlichkeit getragen werden.
Archäologische Grabfunde aus dem 6. und 7. Jahrhundert zeigen, dass bei den Franken nur den Mitgliedern des Königshauses und hohen Adeligen der Helm mit ins Grab gelegt wurde. Die Ritter des 12. Jahrhunderts bevorzugten andere Helmtypen auf den Schlachtfeldern und so überlebte der Spangenhelm nur in der Form der klassischen, gezackten "Königskrone".
Die Teilnehmer lernen Techniken der Metallverarbeitung wie Treiben, Formen und Nieten. Außerdem gibt es eine Einführung in die Geschichte dieses Helmtyps und seinen geschichtlichen Hintergrund.

Das Seminar leitet Norbert Reuther, der sich vor allem mit experimenteller Archäologie und den alltäglichen Techniken unserer Vorfahren in Frühgeschichte und Mittelalter befasst. Er leitete im LWL-Museum bereits Veranstaltungen zum Bogenbau, Schmieden, Kochen und Ernährung und steht den Teilnehmern des Kreativseminars mit Rat und Tat zur Seite.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt das Museum eine telefonische Anmeldung während der Öffnungszeiten unter 02323 94628-0.

Termin: Kreativseminar "Spangenhelm": 25.März 2006, 11 bis 18 Uhr

Kosten: 80 Euro inklusive Museumseintritt und Material

Westfälisches Museum für Archäologie, Europaplatz 1,
44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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