LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.03.06

Foto zur MitteilungKokerei Victoria in Walbrzych/Waldenburg.
Foto: Museum Przemyslu i Techniki Walbrzych


Foto zur MitteilungDas Industrie- und Technikmuseum wurde in der Waldenburger Zeche Julia eingerichtet, einer gründerzeitlichen Anlage mit zwei Malakowtürmen.
Foto: Museum Przemyslu i Techniki Walbrzych


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Presse-Infos | Der LWL

Ausstellung zeigt Industriefotos aus dem Waldenburger Bergland
Auftakt zum "Polenjahr" im Westfälischen Industriemuseum

Bewertung:

Dortmund (lwl). Mit Fotos aus einer wenig bekannten Industrieregion Polens startet das Westfälische Industriemuseum am Sonntag, 5.3., einen neuen Ausstellungszyklus im Rahmen der Reihe "Galerie Industriearbeit" auf der Zeche Zollern II/IV. Unter dem Titel "Zechen und andere Industrieanlagen aus dem Waldenburger Bergland" zeigt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 50 Fotografien aus der ehemaligen Bergbau-region in Niederschlesien, etwa 100 Kilometer westlich von Breslau.

Die Schau aus dem Industrie- und Technikmuseum Walbrzych (Waldenburg) läuft auf Zollern zunächst im Rahmenprogramm der aktuellen Sonderausstellung "Aufbau West".
Gleichzeitig bildet sie den Auftakt zu einem "Polenjahr" im Westfälischen Industriemuseum. Im Herbst wird die polnische Künstlerin Gabriela Nasfeter in der Maschinenhalle auf Zollern eine große Stoffinstallation realisieren. Geplant sind außerdem Vorträge und weitere kleinere Ausstellungen an mehreren Museumsstandorten. "Sie thematisieren verschiedene Aspekte der deutsch-polnischen Geschichte und setzen Akzente im Kulturaustausch beider Länder", so Dr. Thomas Parent vom LWL-Industriemuseum. Seinen Höhepunkt findet der Zyklus mit einer großen Ausstellung über Polen im Ruhrgebiet, die im Sommer 2007 im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum gezeigt wird.

Die aktuelle Fotoausstellung auf Zollern zeigt die dynamische Entwicklung der Region Waldenburg im 19. und 20. Jahrhundert. "Die Zusammenschau ist ein Dokument einer Industriestadt, die so nicht mehr existiert", erläuterte Jerzy Kosmaty, Kustos am Industrie- und Technikmuseum Walbrzych, heute (3.3.) bei der Vorstellung der Bilder in Dortmund.

Die Stadt Wałbrzych liegt im zentralen Teil der Mittelsudeten in Niederschlesien. Die reichen Steinkohlenflöze gaben hier im 19. Jahrhundert den Anstoß zur Industrialisierung, die mit dem Bergbau begann und schnell weitere Zweige nach sich zog. So zeigen die Fotos neben Zechen auch Kokereien und Kraftwerke sowie Fabrikbauten der Keramik- und Glasbranche, des Maschinenbaus und der Textilherstellung - vor allem letztere entwickelte sich schon früh zu einem bedeutenden Industriezweig der Region: Die erste mechanische Spinnerei wurde 1818 gegründet; Kaufmann Alberti nutzt dabei die Energie der benachbarten Zechen.

Nach 1989, infolge des Umbaus des Wirtschaftssystems in Polen, verlor die Wałbrzych-Industrie an Bedeutung. Die unrentablen Zechen und Betriebe wurden stillgelegt; ein Teil der Produktion auf "Marktbedarf" eingeschränkt. Wie im Ruhrgebiet wurden alte Fabrikanlagen abgerissen oder für andere Zwecke umgebaut, z.B. als Lager, Handels- oder Kulturstätten.
Gleichzeitig gibt es Bestrebungen, das Bergbauerbe wach zu halten. Vor einiger Zeit haben ehemalige Mitarbeiter der Waldenburger Kohlegruben einen Förderverein gegründet, um ein Denkmal für das Waldenburger Bergbauwesen zu errichten. Ausstellungsbesucher können dieses Projekt mit Spenden unterstützen.

Zechen und andere Industrieanlagen aus dem Waldenburger Bergland
Gastausstellung des Industrie- und Technikmuseums Walbrzyk/Waldenburg
5.3.-28.5.2006; Eröffnung: So, 5.3., 11 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5, 44833 Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10-18 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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