LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 09.01.06

Foto zur MitteilungIn dem Wochenendseminar schmieden die Teilnehmer Waffen nach germanischen Vorbildern.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungSo kämpften die Germanen im Frühmittelalter mit Schild und Lanze.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

"Schild und Lanze"
Seminar im Westfälischen Archäologiemuseum

Bewertung:

Herne (lwl). Das Westfälische Museum für Archäologie in Herne bietet am Wochenende (14. und 15. Januar) ein Kreativseminar an, in dem die Teilnehmer aktiv historische Techniken und Handwerke ausprobieren. Interessierte haben am Samstag und Sonntag die Gelegenheit, Schild und Lanze nach germanischen Vorbildern zu bauen. Nachdem sich die Teilnehmer entsprechende Funde in der Ausstellung des Museums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) angesehen haben, werden selbst zu experimentellen Archäologen.

In diesem Seminar gilt es Hand anzulegen beim Bau der Grundausstattung eines germanischen, frühmittelalterlichen Kriegers. Unter fachkundiger Anleitung werden die nötigen Techniken erklärt, bevor die Kursteilnehmer selbst aktiv werden. Sie schüren ein Feuer und schmieden eine Lanze. Ein eiserner "Schildbuckel" wird dann geformt und in der Mitte eines Holzschildes angebracht. So schützte der Schildbuckel die Hand des Trägers im Kampf.

Neben der Vermittlung von Techniken der Holz- und Metallbearbeitung gibt es in diesem Seminar eine Einführung in die Welt der Germanen und des frühen Mittelalters anhand von Originalfunden im Westfälischen Museum für Archäologie. So erfährt man zum Beispiel, dass Schild und Lanze nach Ausweis frühmittelalterlicher Schriftquellen eine Kuh kosteten.

Außerdem wird die Handhabung der Waffen erklärt, soweit sie sich aus den Schriftquellen und Experimenten erschließen lässt. Das sollte einen sicheren Heimweg der Teilnehmer mit ihrer neuen Ausrüstung nach Ende des Seminars garantieren.

Geleitet wird dieses Seminar von Norbert Reuther und Sven Liebetrau. Norbert Reuther beschäftigt sich vor allem mit experimenteller Archäologie und den alltäglichen Techniken unserer Vorfahren in Frühgeschichte und Mittelalter. Er leitete im LWL-Museum bereits Veranstaltungen zum Bogenbau, Schmieden, Kochen und Ernährung. Als Ergebnis von mehr als zehn Jahren Beschäftigung mit experimenteller Archäologie kann Reuther inzwischen mit steinzeitlichen Mitteln, selbst an einem Regentag, alles Gewünschte in Brand setzen.

Unterstützt wird Norbert Reuther von Sven Liebetrau, einem gelernten Metallhandwerker. Sein Hauptaugenmerk liegt auf den zum Teil vergessenen Techniken der Metallbearbeitung in Frühgeschichte und Mittelalter. Er fertigt nicht nur Waffen und Werkzeug mit den Mitteln von damals, sondern er erforscht auch ihren Gebrauch im Versuch.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine telefonische Anmeldung während der Öffnungszeiten der Museums unter 02323 94628-0 empfohlen.

Termine:
14. und 15.01.2006 jeweils von 11 bis 18 Uhr

Kosten:
Zu entrichten sind für beide Tage zusammen 120 Euro inklusive Material und Museumseintritt.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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