LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 20.10.05

Foto zur Mitteilung"Barbsi", eine modernisierte Barbara, wirbt auf diesem Unfallverhütungsplakat aus den 1960er Jahren für Sicherheit im Bergbau.
Foto: LWL


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Wie die Barbara ins Ruhrgebiet kam
Vortrag zur Bedeutung der Schutzpatronin auf der Zeche Hannover

Bewertung:

Bochum (lwl). Bis zum Barbara-Tag am 4. Dezember ist es zwar noch etwas hin. In Bochum macht die Schutzheilige der Bergleute nächste Woche aber schon von sich reden. Wie die Heilige Barbara ins Ruhrgebiet kam und sich dort von einer katholischen Heiligen zur Schutzpatronin für alle Bergleute entwickelte, steht im Mittelpunkt eines Vortrages von Dr. Dagmar Kift am kommenden Dienstag (25.10.) im Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der Eintritt ist frei.

Um die Heilige Barbara ranken sich viele Legenden. Allen gemeinsam ist, dass sie nach dem Übertritt zum Christentum durch den heidnischen Vater verfolgt, in einem Turm gefangen gesetzt wurde und schließlich den Märtyrertod durch die Hand ihres Vaters starb, der dafür durch einen Blitzschlag bestraft wurde. Diese Elemente machten sie zunächst zu einer Schutzheiligen für viele: für Mädchen, Gefangene und Sterbende (Lebensgeschichte), für Architekten, Maurer und Steinhauer (Turm), für Artilleristen und Waffenschmiede, Zimmerleute und Dachdecker, Glöckner und Glockengießer (Blitzschlag).

In jüngeren Bergbauregionen wie dem Ruhrgebiet breitete sich die Barbaraverehrung der Bergleute erst allmählich aus. Um 1900 brachten sie polnische Zuwanderer mit, nach 1945 Flüchtlinge und Aussiedler aus Oberschlesien, wo die Barbaraverehrung besonders populär war. In Bochum wurde Dr. Heinrich Winkelmann, Direktor des Bergbau-Museums, auf die Barbara-Feiern der Landsmannschaft der Oberschlesier aufmerksam und setzte sich für ihre Verbreitung in der gesamten Bergarbeiterschaft ein. Er und andere Kulturpolitiker aus dem Bergbau wollten die Barbara-Tradition nutzen, um Beruf und Ansehen des Bergmanns aufzuwerten.

Der Vortrag folgt dem Weg der Heiligen Barbara in den Westen und skizziert mit Beispielen aus der bildenden Kunst, der Musik und dem Theater die Modernisierung der Heiligen Barbara zur überkonfessionelle Schutzpatronin für alle Bergleute in den 1950er Jahren.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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