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Mitteilung vom 22.09.05

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Neubau-Boom in den 1950er Jahren: Vortrag zum Werkswohnungs- und Siedlungsbau der Nachkriegszeit

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Bochum (lwl). Im Zuge des Städteumbaus verschwinden gegenwärtig in Bochum und dem Ruhrgebiet viele Bauten aus der Zeit des Wirtschaftswunders, die den heutigen Wohnansprüchen nicht mehr genügen. Einen Blick auf die Entstehung dieser Gebäude im Bauboom der Nachkriegszeit wirft das Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit einem Vortrag am Dienstag, 27. September, um 20 Uhr.

Drei Viertel der Bergarbeiterwohnungen im Revier waren 1945 ganz oder teilweise kriegszerstört. Neben der einheimischen Bevölkerung betraf der enorme Wohnraummangel der Nachkriegsjahre auch Tausende von neu angeworbenen Bergleuten. Die Lage am Wohnungsmarkt entspannte sich erst in den 1950er Jahren wieder, denn der wirtschaftliche Aufschwung ermöglichte zahlreiche Neubauten.
Der Neubau von Bergarbeiterwohnungen wurde ab 1952 vor allem durch die Verabschiedung des "Kohlepfennigs", einer Verbraucherabgabe auf die Kohle, gefördert. So konnten die Zechengesellschaften zahlreiche neue Mietshäuser und Eigenheime für ihre Neubergleute sowie Lehrlingsheime und Pestalozzidörfer bauen, um die aus den Flüchtlings-Aufnahmeländern angeworbenen minderjährigen Jugendlichen unterzubringen.

Einige dieser Wohnungs- und Siedlungsmodelle, darunter das Modell "Pestalozzidorf", das Eigenheimprogramm der Gelsenkirchener Bergwerks AG und die Siebenbürger-Sachsen-Siedlung in Herten, stellt Museumsmitarbeiterin Dr. Dagmar Kift in ihrem Vortrag im Industriemuseum Zeche Hannover exemplarisch vor.
Der Eintritt ist frei.



Pressekontakt:
Vera Lengersdorf, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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