LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.08.05

Foto zur MitteilungANDER (Andreas Müller), "Beim Schmieren eines Brotes, verlor sich Herr B. in den Gedankenwurzeln seiner 'sozialen Plastik'", Öl auf Holz, 2005.

Foto zur MitteilungMarlies Backhaus, "Fundsache", Lichtkasten, 2005.

Foto zur MitteilungJo Scholar, "Die Zweifachgeborenen", Ölmalerei, 2005.

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Presse-Infos | Der LWL

"Momente - Fragmente" - Ausstellung des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen e.V. im Westfälischen Museum für Archäologie

Bewertung:

Herne (lwl). Rund 130 Arbeiten von 66 Künstlern stellt der Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Westfalen e.V. vom 2. September 2005 bis zum 22. Januar 2006 im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne aus. Der BBK Westfalen, hatte seine Mitglieder zu einem Wettbewerb eingeladen. Die Ergebnisse werden nun im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der Ausstellung "Momente - Fragmente. Kunst aus Westfalen" präsentiert. Erstmalig wird eine Kunstausstellung auch in das museumspädagogische Programm eingebunden: Die Familiensonntage, die an jedem ersten Sonntag im Monat im Archäologie-Museum stattfinden, werden von September bis Dezember von Künstlern und Archäologen gemeinsam gestaltet.

Kunst und Archäologie sind auf den ersten Blick zwei sehr verschiedene Bereiche und man mag sich fragen, wie sie zusammengehen. Die Ausstellung "Momente - Fragmente. Kunst aus Westfalen" gibt eine der möglichen Antworten auf diese Frage: "In der Kunst und in der Archäologie wird aus Bruchstückhaftem, Gesuchtem, Gefundenem, Überliefertem - eben aus Fragmenten - Wissen gewonnen. Es liegt im Wesen der Kunst, daraus Neues zu schaffen, auch Visionen sichtbar zu machen. Momente sind Zeitabschnitte und Augenblicke in denen etwas geschieht, historische Momente ebenso wie die kreativen Augenblicke, die zum Entstehen der Exponate geführt haben", umreißt Bernd Figgemeier, Erster Vorsitzender des BBK Westfalen, das Thema der Ausstellung.

Dieser Ausstellung ging ein Wettbewerb voran. Hierfür ließen sich die Mitglieder des BBK Westfalen - mit über 200 Mitgliedern die größte Künstlervereinigung der Region - von dem Konzept des LWL-Museums in Herne inspirieren und setzten sich mit der Beziehung von Kunst und Archäologie auseinander. Der Wettbewerb wurde bereits im Herbst 2004 ausgeschrieben, so dass die Künstler fast ein Jahr Zeit hatten, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Das Interesse von Seiten der Künstler war so groß, dass eine Jury die besten herausfiltern musste. Die Jury setzte sich zusammen aus Mitgliedern des BBK Westfalen und des LWL-Archäologiemuseums. Auswahlkriterium war neben der Qualität der einzelnen Arbeiten auch das schlüssige Gesamtkonzept der Ausstellung. "Die 130 ausgewählten Arbeiten sind das Ergebnis einer spannende Begegnung zwischen dem Konzept des Museums und dem aktuellen künstlerischen Schaffen in unserer Region", erklärt Bernd Figgemeier. "Im Zentrum stehen der Mensch und dessen Entwicklung, sein Wirken im Einklang mit der Natur und seine Auseinandersetzung mit externen Kräften."

Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich man sich der Beziehung von Kunst und Archäologie nähern kann. Gerade die vielfältigen Materialien und Techniken, die die Künstler verwendet haben, machen den besonderen Reiz einer solchen Gruppenausstellung aus. Entstanden sind Skulpturen und Objekte, Grafiken und Gemälde, Fotografien und Installationen. Die ausgestellten Werke von 66 Künstlern werden auch in einem Katalog vorgestellt. Er ist zum Preis von 10 Euro im Museum erhältlich oder über die Geschäftsstelle des BBK (Tel. 02 31 35 32 51, www.bbk-westfalen.de) zu beziehen.

Diese Ausstellung ist für das Museum Anlass, eine Neuerung auszuprobieren: "Erstmalig binden wir auch eine Kunstausstellung in das museumspädagogische Programm ein", sagte Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Leiterin des LWL-Museums in Herne, bei der Präsentation der Ausstellung. "Die Familiensonntage, die jeweils am erstem Sonntag im Monat stattfinden, werden von September bis Dezember gemeinsam von Archäologen und Künstlern gestaltet."

Der nächste Familiensonntag findet am 4. September statt. Hinter dem Titel "Die Wüste lebt" verbirgt sich ein Programm mit der Künstlerin Tanja Melina Moszyk für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Ab 11.15 Uhr entstehen mit Naturmaterialien und den unterschiedlichsten Hilfsmitteln Landschaften auf einer Leinwand: eine Szene in der Wüste, der Steppe oder dem Meer. In diese Landschaften können Menschen oder Tiere "eingeritzt" werden, so wie es die Naturvölker getan haben. Zeitgleich führt Karl-Ulrich Peisker, der Zweite Vorsitzende des BBK, Interessierte durch die Kunstausstellung und bringt ihnen das Thema der Ausstellung und die entstandenen Exponate näher.

Die Archäologen übernehmen am Nachmittag das Ruder, wenn sie die Besucher durch die Dauerausstellung des Archäologie-Museums führen. Unter dem Motto "Abenteuer Archäologie" erfahren die Teilnehmer ab 14 Uhr etwas über die spannende Welt der Archäologie. Die Arbeitsmethoden der Wissenschaftler können sie im Forscherlabor nachvollziehen. Um 16 Uhr geht es in dem Rundgang "gesucht. gefunden. ausgegraben" im Zeitraffer durch 250.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Westfalen: durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an den Hinterlassenschaften der frühen Bauern über mittelalterliche Lebensweisen bis in die jüngste Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges.

Kosten:
Die Kunstausstellung ist während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei zu besichtigen. Für die Veranstaltungen am Familiensonntag ist nur der Museumseintritt zu entrichten.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287 und Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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