LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 10.08.05

Foto zur MitteilungFüße hoch! Die Museumsmitarbeiterinnen Anne Bodenbinder (l.) und Renate Uphoff schultern einen Strumpfformer, der in den 1960er Jahren in der Strickerei Rüger in Sprockhövel (Ennepe-Ruhr-Kreis),zuvor in Kaufungen in Sachsen, eingesetzt war.
Foto: LWL/Holtappels


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Der LWL

Aufbau West - Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
Ausstellung im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV

Bewertung:

Dortmund (lwl). Im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV gehen die Aufbauarbeiten für die Sonderausstellung "Aufbau West" in die heiße Phase. In dieser Woche wurden die ersten Exponate in das historische Werkstattgebäude des ehemaligen Bergwerks gebracht. In seinem Dortmunder Museum zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab 18. September, welchen Beitrag Flüchtlinge und Vertriebene zum Wiederaufbau in Westdeutschland leisteten und wie sie gemeinsam mit den Einheimischen den oft schwierigen Neuanfang bewältigten. "Arbeitskräfte, Know-how und Unternehmergeist aus dem Osten haben maßgeblich zum hiesigen Wirtschaftswunder beigetragen", betont Projektleiterin Dr. Dagmar Kift.

Über zehn Millionen Menschen kamen nach 1945 in die westlichen Besatzungszonen. "Sie leben jetzt seit 60 Jahren hier und es ist Zeit, einmal diesen Teil ihrer Geschichte zu thematisieren", so die Wissenschaftlerin. Das forderten auch viele Vertriebene beim "Tag der Heimat" am vergangenen Samstag in Berlin. Bei diesem Treffen stand allerdings die Frage im Mittelpunkt, wie der Vertreibung gedacht werden soll.

Für die Schau hat das Ausstellungsteam 50 Zeitzeugen befragt und 800 Exponate zusammengetragen. Das Spektrum reicht vom Plüschtier bis zum Drahtwebstuhl, vom Streichholzbriefchen bis zum Bahnwaggon, vom historischen Radiospot bis zum Heimatfilm.

Schwerpunkt ist die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen, wo sich die Schlüsselindustrien für den Wiederaufbau befanden und Ende der 1950er Jahre fast jeder fünfte Einwohner aus dem Osten kam. Hier ersetzten Flüchtlinge und Vertriebene die in der Montan- und Bauindustrie fehlenden Arbeitskräfte. In der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Glasbranche und im Maschinenbau siedelten sie als Unternehmer neue Produktionszweige an. "Aufbau West" stellt Beispiele aus diesen Branchen vor und lenkt immer wieder den Blick auf einzelne Lebensgeschichten. "Die Ausstellung holt Erinnerungen aus der Binnenwelt regionaler Heimatstuben heraus und verknüpft sie mit der Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik", schreibt Schirmherrin Dr. Christina Weiss, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, in ihrem Grußwort zum Katalog.

Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
18.9.2005 bis 26.3.2006
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Öffnungszeiten Di - So 10-18 Uhr
Mehr Informationen unter www.ausstellung-aufbau-west.de

Hinweis für Redaktionen:
Die Pressekonferenz zur Ausstellung findet am Dienstag, 13. September, statt. Hierzu erhalten Sie eine gesonderte Einladung.
Das Ausstellungsteam steht für Gespräche zu einzelnen Themen gerne bereit.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos