LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 24.06.05

Foto zur MitteilungAus der Industrie-Fotoserie "Rheinisch-Westfälische Heimat", 1930er Jahre. Kohlebrücke mit Kühlturm in Essen.
Foto: Kurt Hege/Sammlung Dicke


Foto zur MitteilungJosef Koerfer, Westfalenhaus Dortmund, 1929.
Foto: Sammlung Dicke


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Presse-Infos | Der LWL

Architektonische Avantgarde im Postkartenformat
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern II/IV zeigt "Moderne Grüße"

Bewertung:

Dortmund (lwl). Das Bauhaus in Dessau, die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, das Shellhaus in Berlin - berühmte Bespiele für die Architektur der klassischen Moderne. Dass es auch an Rhein und Ruhr Perlen der architektonischen Avantgarde aus den Jahren 1919 bis 1939 zu entdecken gibt, zeigt eine Fotoausstellung im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV. Das besondere daran: Alle Bilder sind Ansichtskarten.

Die Schau mit dem Titel "Moderne Grüße" (26.6. bis 14.8.2005) zeigt eine Auswahl von 180 Bauten in Deutschland von Ludwig Mies van der Rohe bis Erich Mendelsohn, aufgenommen von den wichtigsten Fotografen der Zeit. Aus den fotografierten Bauten sind im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zudem zahlreiche originale Objekte wie Leuchten, Beschläge und Möbel des Bauhauses sowie einige "vintage prints" (frühe Abzüge) bedeutender Architekturfotografen zu sehen.

Die einzigartige Privatsammlung des Designers Bernd Dicke, der an der Dortmunder Fachhochschule arbeitet, zeigt ein authentisches Bild der architektonischen Avantgarde zwischen expressionistischer Emphase und "befreiten Wohnen" in der sogenannten "Weißen Moderne". Zwischen Hamburg und Stuttgart, Köln und Breslau präsentiert die Sammlung weltberühmte Gebäude, aber auch nie gesehene Ansichten von Krankenhauszimmern und Nachtlokalen, Verwaltungsbauten und Schwimmbädern, Großsiedlungen und Ausstellungspavillons.

"Besonderen Anteil an der wohl kalkulierten Wirkung der gebauten Visionen hatten vor allem die Fotografen des sogenannten ,neuen Sehens', deren Kameraauge die Fabriken und Hochhäuser als strahlende Kuben menschenleerer Großplastiken inszenierten", so Bernd Dicke.

Zwischen der Tristesse der Vorstadtsiedlung und der Opulenz der Art Deco Bars hätten viele Bauten den Ausweis absoluter Modernität erst durch den selektiven Blick des "Neuen Fotografen" erhalten. Dicke: "Die Ansichtskarte als erstes demokratisches, schnelles und preiswertes Bildmedium trug das Bild vom ,Neuen Bauen' in die Welt und schuf in kurzer Zeit den wohl größten und noch weitgehend unbekannten Bilderschatz der Moderne."

An den ersten beiden Ausstellungsstationen - im Meisterhaus Schlemmer in Dessau und in der Weißenhofgalerie in Stuttgart - war die Ausstellung ein voller Erfolg. Nach Dortmund wandert die Schau voraussichtlich weiter Richtung Tel Aviv.

Moderne Grüße. Fotografierte Architektur auf Ansichtskarten 1919-1939

26. Juni bis 14. August 2005. Eröffnung: Sonntag, 26. Juni, 11 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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