LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.06.05

Foto zur MitteilungAn verschiedenen Orten des Museumsgeländes treten am Samstag Ruhrgebietschöre auf.
Foto: LWL/Hudemann


Foto zur MitteilungRevierfußball steht im Mittelpunkt der Nacht der Industriekultur auf der Zeche Hannover in Bochum.
Foto: Ausstellung "Fußballregion Ruhrgebiet"


Foto zur MitteilungDas gesamte Hüttengelände ist während der Nacht der Industriekultur in Licht getaucht.
Foto: LWL/Kneffel


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Presse-Infos | Der LWL

Lange Nacht der Industriekultur im Westfälischen Industriemuseum
Erlebnisprogramm von Artistik bis Revierfußball

Bewertung:

Dortmund/Bochum/Witten/Hattingen/Waltrop (lwl). Auch wenn die Schlote nicht mehr rauchen und die Räder der Fördergerüste stillstehen, in den Kathedralen der Arbeit tobt heute wieder das Leben. Bereits zum fünften Mal lädt die ExtraSchicht am Samstag (4.06.) ein, eine ganze Nacht lang die Faszination der Industriekultur zu erleben. Auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist mit den fünf Ruhrgebiet-Standorten seines Westfälischen Industriemuseums wieder dabei - mit Musik von Gospel bis Salsa, Seilartisten, einer Kaffeetüten-Modenschau, Fußballparty und dem Glanz von 1.000 Lichtern.

Auf der Dortmunder Zeche Zollern II/IV lautet das Motto "Der Pott singt". Von 18 bis 24 Uhr geben sich die Chöre dort die Klinke in die Hand: Von Gospel bis Brahms, Kinderchor bis Gesangsverein, Kafka bis Pop - für jeden Geschmack ist etwas dabei. "Chöre waren und sind für die Kultur des Ruhrgebiets eine wichtige Einrichtung, ähnlich wie der Fußball", erklärt Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Im LWL-Museum erfahren Besucher bei der ExtraSchicht unter anderem, wie sie ihre Stimme trainieren können. Um 23 Uhr steigt das große Finale mit allen Chören mit anschließender Jam-Session. Regelmäßige Führungen über das Bergwerksgelände und durch die Sonderausstellung "Kumpel auf vier Beinen. Grubenpferde im Ruhrbergbau" runden das Programm ab.

Ganz im Zeichen des Revierfußballs steht die Nacht der Industriekultur auf der Zeche Hannover in Bochum. Begleitend zur Sonderausstellung "Fußballregion Ruhrgebiet" dreht sich alles um das Runde Leder: Unter dem Titel "Der Ball hat 90 Minuten. Geschichten aus der Tiefe des Raums" reflektiert Kabarettist Frank Goosen über der Deutschen liebstes Hobby. Eine Ton-Bild-Schau zur Geschichte des Fußballspiels erläutert, was sich hinter "Hundstritt", "Flachpass" und "Hohem Bein" verbirgt. Ab 23 Uhr bringt DJ Andreas auf der Torschlusspanik-Party das Lüftergebäude zum Beben. Kinder können bis 20 Uhr auf der Zeche Knirps Kies statt Kohle fördern. Die ganze Nacht über finden Führungen mit und ohne Grubenlampe statt.

Mehr als 1.000 Lichter sorgen auf der Zeche Nachtigall in Witten (Kreis Ennepe-Ruhr) für festliche Stimmung. Fackeln lodern, Lampions schimmern, Kohlefeuer glimmen, Feuerspucker speien Rauch und Flammen. Die "Big Blast Company" bringt die Gäste mit Jazz, Funk und Soulmusik zum Swingen. Die ganze Nacht über finden regelmäßig Führungen durch das Besucherbergwerk Nachtigallstollen statt. Für Technikfreunde gibt es Vorführungen der Dampffördermaschine und der Kleinzeche "Ingeborg". Zwischen dem Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia und der Zeche Nachtigall fahren regelmäßig Feldbahnen.

Eine Kaffeetüten-Modenschau sowie Chansons von Helga Wolf und Michael Mikolaschek erwarten Besucher der Hattinger Henrichshütte während der Nacht der Industriekultur. Passend zur Sonderausstellung "Jederzeit Kaffeezeit" lädt ein Kulturcafé mit Balalaika-Klängen zum Verweilen ein. Zwischen 18 und 1 Uhr folgen die Gäste im Rahmen von Kurzführungen dem "Weg des Eisens". Wer sich traut, fährt mit dem gläsernen Aufzug bis zur obersten Plattform des Hochofens. Dort bietet sich eine großartige Aussicht über das imposante Gelände, das speziell für die ExtraSchicht stimmungsvoll illuminiert ist.

Eine ereignisreiche Nacht mit Musik, Dampferfahrten, Führungen und mitternächtlicher Seiltanz-Artistik können ExtraSchicht-Besucher im Alten Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) erleben. Den ganzen Abend spielt die Musik: Nach den karibischen Klängen der Steeldrum-Band "BängBäng" singt der Chor "Hömma" Ruhrgebiets- und Kanallieder, bevor die kubanische Gruppe "Hoyo colorao" mit Salsa, Merengue und Bolero zum Mittanzen verführt. Neben dem Ausflugsdampfer "Henrichenburg", legen das museumseigene Polizei- und Feuerlöschboot "Cerberus" und die historische Barkasse "Herbert" für Rundfahrten ab. Den Höhepunkt bildet um Mitternacht eine Seiltanz-Performance an den Oberhaupttürmen des Hebewerks, begleitet von Stelzenläufern im Feuerschein.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Die Teilnahme ist nur mit gültigen Tickets der "ExtraSchicht" möglich. Informationen unter www.extraschicht.de oder auf den Internetseiten der teilnehmenden Museen (www.industriemuseum.de).



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235 und Evelyn Zerbe, Tel. 0231 6961-127
presse@lwl.org



Links:
http://www.extraschicht.de



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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