LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 13.05.05

Foto zur MitteilungOhne Titel, 2004, Öl auf Leinwand.
Foto: Ibrahim Coşkun


Foto zur MitteilungOhne Titel, 2004, Öl auf Leinwand.
Foto: Ibrahim Coşkun


Foto zur MitteilungIbrahim Coskun (Mitte) mit Museumsleiterin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und Kunstliebhaber Dr. Daniel Bérenger.
Foto: LWL/Lagers.


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Presse-Infos | Der LWL

Auf der Suche nach Verlorenem
Malerei von Ibrahim Coşkun im Westfälischen Museum für Archäologie

Bewertung:

Herne (lwl). Der Maler Ibrahim Coşkun stellt vom 13. Mai bis 19. Juni 25 seiner Bilder im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne aus. Die Ausstellung ist kostenlos und während der Öff-nungszeiten im Foyer des Museums zu sehen.

Südländische Farben bringen die großformatigen Bilder in das Archäologie-Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Ibrahim Coşkun, der als freischaffender Künstler in der Türkei und in Deutschland lebt, hatte 2003 den westfälischen Archäologen Dr. Daniel Bérenger zu sich in die Türkei eingeladen. Gemeinsam erkundeten sie Kulturlandschaften und archäologische Denkmäler der Südwestküste Anatoliens und begaben sich gleichsam
"Auf die Suche nach Verlorenem".

Die Arbeiten, die unter dem Eindruck dieser Reise entstanden, sind seit Freitag (13.5.) im Foyer des LWL-Archäologiemuseums zu sehen.

Bei der Eröffnung in kleinem Kreis am Donnerstag meinte Museumsleiterin Dr. Barbara Rüschoff-Thale: "Die Bilder zeigen, dass man auch ganz anders als wir Archäologen es tun mit den Relikten aus der Vergangenheit umgehen kann. Wir haben den Platz und die Möglichkeit, so eine Ausstellung mit genug Luft und Licht zu präsentieren."

Mehr als 20 Einzelausstellungen hatte der 50-Jährige seit 1984 in der Türkei und in Deutschland. Seine Werke finden sich in Galerien, Museen und in öffentlichem Besitz, in der Türkei zum Beispiel im Museum des Kulturministeriums in Ankara, der Amerikanischen Botschaft in Ankara und dem Museum für Moderne Kunst in Istanbul, in Deutschland etwa in der Städtischen Sammlung Schweinfurt und der Kunstsammlung des Landtages NRW.

Coşkun wurde 1955 in Mittelanatolien geboren. Probleme mit der türkischen Politik und die Armut dieser Gegend zwangen ihn, seine Heimat bereits im Alter von 16 Jahren zu verlassen. Er ging als Gastarbeiter nach Deutschland. Aufgewachsen in einer Gesellschaft ohne Bilder, kam Coşkun hier zum ersten Mal intensiver mit Kunst in Berührung und beschloss, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Von 1979 bis 1984 absolvierte er daher ein Fernstudium der Freien Künste an der Pariser Akademie in Hamburg und lernte zwei Kunstprofessoren aus Berlin näher kennen, die für abstrakte Malerei stehen: Fred Thieler und Gerd Jedermann. Als Coşkun 1984 wieder in seine Heimat reiste, wurde er festgenommen, fünf Jahre später floh er ins Exil.

"Damit war der spätere künstlerische Weg von Ibrahim Coşkun sowohl stilistisch als auch inhaltlich vorgezeichnet. Seine Trauer um die Kindheit und um die verlorene Heimat verarbeitet er mit kräftigen Farben in abstrakten, expressiven Bildern, ohne jedoch explizit eine politische Botschaft vermitteln zu wollen. Man kann als Betrachter in die Bilder Coşkuns eintauchen und dadurch Stimmungen oder Gefühle nachvollziehen, man wird aber keinen erhobenen Zeigefinger finden. Die Bilder lassen Raum für Assoziationen mit dem eigenen Leben, auch wenn es in der Regel nicht so dramatisch war", erklärt LWL-Archäologe Bérenger, der als Kunstliebhaber und Gründer eines Künstlervereins in Bielefeld den Kontakt zwischen Künstler und Museum hergestellt hat.

Westfälisches Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.landesmuseum-herne.de. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Dr. Yasmine Freigang, Tel. 0251 5907-267 und Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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