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Mitteilung vom 12.05.05

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Suchtkranke Menschen finden Hilfe in neuen regionalen Therapiezentren

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Dortmund/Münster (lwl). Ob Alkohol, Medikamente oder Drogen - abhängigkeitskranke Menschen in Westfalen-Lippe erfahren künftig persönlich passgenauere und wohnortnähere Hilfe bei ihrer medizinischen Rehabilitation. Dazu fassen die Westfälische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation WAG/Landesversicherungsanstalt Westfalen und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vorhandene und zusätzliche Angebote stationärer, tagesklinischer und ambulanter Art in vier neuen regionalen Therapiezentren zusammen. Eines dieser Zentren ist seit kurzem in Dortmund.

Wer im nordöstlichen Revier Unterstützung gegen sein Alkoholproblem sucht, findet sie unter dem Dach des neuen Dortmunder 'Westfälischen Therapiezentrums (WTZ) Ruhrgebiet' mit derzeit 42, zukünftig 52 Plätzen. Um den Dortmunder Hauptsitz des WTZ Ruhrgebiet gruppieren sich Vor-Ort-Angebote in Iserlohn und in Hemer (Märkischer Kreis) sowie in Schwerte und in Lünen (Kreis Unna).

In Dortmund selbst bzw. umbaubedingt vorerst noch in Hemer mit 20 Plätzen findet die vollstationäre Hilfe statt. In Iserlohn, Schwerte, Lünen und Dortmund gibt es für Betroffene zusätzlich ambulante sowie auf insgesamt 22 Plätzen so genannte ganztägig ambulante Angebote in zwei Tageskliniken, aus denen die Patienten jeden Abend und an Wochenenden/Feiertagen wieder zurückkehren in ihr gewohntes Lebensumfeld. An dem neuen regionalen Versorgungsnetz sind freie Träger wie zum Beispiel die Diakonie beteiligt.

"Dieses gestufte und möglichst wohnortnahe Therapieangebot wird den unterschiedlichen Schweregraden und dem individuellen Verlauf der Suchterkrankung besser gerecht", ist WTZ-Chefarzt Dr. Gerhard Reymann überzeugt. Zudem biete das gemeinsame Dach den Vorteil "größerer Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Behandlungsformen, etwa wenn jemand rückfällig wird und schnell einer stationären Unterbringung bedarf", so Reymann weiter.

Wie es am Donnerstag (12.5.05) bei der Vorstellung des Dortmunder Zentrums weiter hieß, gibt es in Westfalen inzwischen Therapiezentren mit insgesamt mehr als 400 Plätzen. Sie sind jeweils angesiedelt an LWL-Klinikstandorten mit einem Suchtbehandlungsangebot - neben Dortmund für Ostwestfalen in Gütersloh, für das Münsterland in Münster und für Südwestfalen in Warstein.

Mitte dieser Woche hat das neue Versorgungskonzept den LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss in Münster passiert.



Pressekontakt:
Karl G. Donath, Tel. 0251 591-235
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