LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.05.05

Foto zur MitteilungAuch Terrakotta-Kapitellen der Münchener Fassade sind in der Ausstellung zu sehen.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungTeilweise einrüstet zeigt sich das Regierungsgebäude an der Maximilianstraße während der Sanierungsarbeiten.
Foto: LWL


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"Gebrannte Erde" im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage
Ausstellung zeigt Sanierung einer Terrakottafassade

Bewertung:

Lage (lwl). Unter dem Motto "Gebrannte Erde" stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Westfälischen Industriemuseum Ziegelei Lage in einer Sonderausstellung ab kommenden Sonntag (8.5.) die Sanierung einer historischen Ziegelfassade an der Maximilianstraße in München vor.

Das Gebäude der Regierung von Oberbayern wurde 1856 bis 1864 von Friedrich Bürklein erbaut. Die 180 Meter lange Fassade mit ihren stilistisch markanten Sechsecktürmchen gilt vor allem wegen ihres Materials als sehr kostbar: Auf Wunsch Maximilians II. wurde der Bau mit teurer Terrakotta - "gebrannter Erde" - verkleidet. Die überwiegend hohlen Keramiken sind vergleichbar den Kacheln eines Kachelofens; sie haben aufwändige Formen und Ornamente.

Ende der 80er Jahre wurden zahlreiche witterungsbedingte Beschädigungen festgestellt. Bei der Sanierung, die seit Beginn der 1990er Jahre läuft, sind Ziegelhersteller und Steinmetz gleichermaßen gefordert. Stark zerstörte Terrakotta-Kacheln und die nach dem Krieg eingefügten Betonsteine müssen in einem aufwändigen Verfahren Stück für Stück abgeformt, gebrannt, angepasst und in Zentimeterarbeit eingesetzt werden. Ähnlich schwierig ist es, die richtige Farbe zu treffen. "Die alten Terrakotten haben ein lebendiges Farbspiel, das zwischen Gelb-, Rot-, Grün- und Brauntönen changiert", erklärt Museumsleiter Willi Kulke. Dies sei weitgehend ein Produkt des Zufalls, da die Farben von Faktoren wie dem Tongemisch, der Brenntemperatur und der Lage des Terrakottasteins im Ofen abhingen.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) will mit dieser Ausstellung einen weiteren Teil der Herstellungsgeschichte von Ziegeln dokumentieren. "Die Ausstellung zeigt, welche ungeheueren Fertigkeiten der Ziegler Anfang des 20. Jahrhunderts besaßen. Sie formten komplizierteste Ornamente und Skulpturen aus Ton. Heute sind nur wenige Betriebe noch fähig, diese Techniken anzuwenden," so der LWL-Museumsleiter.

Die Ausstellung "Gebrannte Erde. Sanierung der historischen Terrakottafassade der Regierung von Oberbayern" ist noch bis zum 28. August 2005 im Westfälischen Industriemuseum Ziegelei Lage zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.

+++ Achtung Redaktionen +++ Achtung Redaktionen +++

Wir möchten Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 8. Mai, in das Westfälische Industriemuseum Ziegelei Lage einladen. Um 10.45 Uhr stehen Architekt Michael Kunz, der Geschäftsführer des Restaurierungsbetriebes, Prof. Dr. Michael Pfanner, und der Oberbaurat des Staatliches Hochbauamt München für einen Fototermin zur Verfügung. Nach der Eröffnung der Ausstellung werden Sie in einem kurzen Diavortrag die Geschichte der Sanierung des Gebäudes der Regierung Oberbayern an der Maximilianstraße in München darstellen.



Pressekontakt:
Willi Kulke, Ziegelei Lage, Tel. 05232 9490-11 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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