LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.04.05

Foto zur Mitteilung"Women ta King Coffee" hat der Franzose Louis-Marin Bonnet seine Grafik aus dem Jahr 1774 genannt. Repro: LWL

Foto zur MitteilungKaffezubereiter aus verschiedenen Epochen zeigt die Henrichshütte in ihrer neuen Sonderausstellung. Repro: LWL

Foto zur MitteilungKaffee unterwegs - mit diesem Picknickgeschirr aus den 1950er Jahren wird's möglich. Repro: LWL

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Presse-Infos | Der LWL

"Jederzeit Kaffeezeit" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Ausstellung zeigt Mühlen, Maschinen und mehr aus 300 Jahren

Bewertung:

Hattingen (lwl). Über 300 Jahre Geschichte frisch aufgebrüht hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte für die neue Sonderausstellung 'Jederzeit Kaffeezeit' (1. Mai bis 21. August 2005). Die Schau mit rund 200 Exponaten aus dem Europäischen Industriemuseum für Porzellan in Selb, den Kaffeehistorischen Sammlungen Tchibo sowie dem Museum der Porzellanmanufaktur Fürstenberg umreißt die Kultur- und Konsumgeschichte des köstlich-bitteren Gebräus in Europa und lockt im Begleitprogramm mit Kaffee-Klatsch, Porzellanmalerei und erotischen Kaffee-Geschichten.

Kaffee - das zweitwichtigste Welthandelsprodukt nach Erdöl - wird heute in 70 Ländern rund um den Äquator angebaut und in über 100 Ländern getrunken. In Deutschland ist es das beliebteste Getränk. Vor über 500 Jahren startete die Primadonna der Kulturpflanzen und Getränke ihren Siegeszug im Orient. Zunächst hatte der schwarze 'Türkentrunk' mehr Feinde als Freunde: Religiöse Fanatiker zogen gegen das 'Gebräu des Satans' zu Felde - bis ausgerechnet Papst Clemens VIII. Anfang des 17. Jahrhunderts mit lebensfrohen Argumenten der Hatz ein Ende setzte: Das Getränk sei so köstlich, dass es eine Sünde sei, es nur Ungläubigen zu überlassen.

In der Folge breitete sich das Aroma in Kaffeehäusern - das erste deutsche wurde 1673 in Bremen eröffnet - und im europäischen Geld- und Geistes-Adel aus. Dabei war die Zubereitung des Getränks aus der schwarzen Bohne eine mühselige Angelegenheit, die mindestens zwei Stunden in Anspruch nahm. Doch die Mühe lohnte sich, schenkt man dem Franzosen Talleyrand Glauben: 'Heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel und süß wie die Liebe', all das hat seiner Ansicht nach eine wohl bereitete Tasse Kaffee zu bieten.

Zwischen dem Türkentrunk von einst und der heutigen Kaffeewelt liegt eine steile und schillernde Karriere des Heißgetränks. Die Ausstellung zeichnet in elf Inszenierungen Stationen dieser Karriere nach. Leihgeber aus ganz Deutschland haben sich zusammengetan, um ihre Porzellane und Kaffeemaschinen in ihrem ursprünglichen sozialen Gebrauchszusammenhang und der fortschreitenden Mechanisierung des Alltags zu zeigen. Themen sind unter anderem 'Kaffee auf der Reise', 'Die Erfindung der Kaffeepause' oder 'Kaffee beim Militär'.

Von einer winzigen Thermos-Espressotasse über handbetriebene und elektrische Kaffeemühlen, von einfachen Filterkannen bis hin zu italienischen Designer-Espressomaschinen reicht das Spektrum der 200 Exponate. Sie geben verblüffende Einblicke in die Veränderung der Kaffeetrinkgewohnheiten aller sozialen Schichten und den Fortschritt der Kaffee-Haushaltstechnik. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich auch einige echte Raritäten aus den Kaffeehistorischen Sammlungen Tchibo: eine mit Münzeinwurf funktionierende Kaffeemühle für Hafenarbeiter aus der Nachkriegszeit, die in den 1950er Jahren in Mode kommende Auto-Kaffeemaschine oder eine originelle italienische Espressomaschine aus den 1980er Jahren in Form eines Rennfahrerhelmes.

Zur Ausstellung serviert das Industriemuseum ein abwechselungsreiches Begleitprogramm. Das Angebot reicht vom 'Café Olé' am Muttertag über 'Kaffee-Klatsch' (22. Mai) bis hin zum Leseabend unter dem Motto 'Coffeum wirft die Jungfrau um' (27. Juni). Außerdem sucht das Museum die ganze Laufzeit über (bis 21. August) 'Kaffee-Reliquien' von Besuchern: Eine Tasse, eine Kanne, eine Maschine ... und persönliche Geschichten dazu. Die Kultobjekte werden in einer Extravitrine präsentiert. Unter allen Leihgebern verlost das Museum einen Kaffeeautomaten.

Jederzeit Kaffeezeit. Porzellan, Mühlen und Maschinen
1. Mai (Eröffnung 15 Uhr) bis 21. August 2005
Westfälisches Industriemuseum Henrichshütte Hattingen,
Werksstraße 31-33, Tel. 02324 9247-140.
Geöffnet Di - So 10 bis 18 Uhr, Fr bis 21.30 Uhr
www.henrichshuette.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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