LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.02.05

Foto zur Mitteilung"Herzlichkeit", eine Selbst-inszenierung der Künstlerin Iris Müther.
Foto: Müther.


Foto zur MitteilungDas Mittelalter ist Thema eines von vielen neuen Programmen im Archäologie-Museum.
Foto: LWL/Kalla.


Foto zur MitteilungKreativseminare und Familiensonntage bereichern an Wochenenden das Angebot für Groß und Klein.
Foto: Stodiek.


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Presse-Infos | Der LWL

Ötzi, weibliche Geschichte und Besucher als Forscher
Neue Veranstaltungen im LWL-Archäologiemuseum

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Herne (lwl). "Das Westfälische Museum für Archäologie will in diesem Jahr seine Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen und bietet zum Frühjahr ein buntes und abwechslungsreiches neues Programm an", so die Museumsleiterin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Dienstag (1.2.) in Herne. Neben die bewährten Kreativseminare und Familienveranstaltungen würden sieben neue museumspädagogische Programme für alle Altersstufen treten. Die Themen reichen vom Leben im Mittelalter über die Rentierjäger der Steinzeit bis hin zu den vielfältigen Aufgaben von Archäologen. Drei Ausstellungen im Museumsfoyer von Künstlern aus der Region bereichern das Angebot im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Ab April können sich Besucher in einem neuen Forscherlabor als Archäologen fühlen.

Gleich drei Kunstausstellungen erwartet die Besucher in der ersten Jahreshälfte im Foyer des Archäologie-Museums. Den Anfang machen die Maskenbildnerin Iris Müther und der Fotograf Heinrich Müther-Scholz mit ihrer Ausstellung "Merkmale". Vom 17. Februar bis zum 17. April zeigen sie fotografisch inszenierte Portraits von Menschen, deren psychische Merkmale durch Wunden und Texte sichtbar, sowie hörbar gemacht wurden. Ab dem 12. Mai stellt der Künstler Ibrahim Coşkun seine mit Ölfarbe auf Leinwand festgehaltenen Eindrücke von einer Reise durch den Südwesten Anatoliens vor. Die Ausstellung mit dem Titel "Auf der Suche nach Verlorenem" ist bis zum 19. Juni zu sehen. Anlässlich des 15. Jubiläums des Herner Künstlerbundes gehen Mitglieder der Frage nach, was eigentlich archäologisch an der Kunst ist. "Fundstücke ... oder der Rest der übrig bleibt" heißt die Ausstellung und ist vom 30. Juni bis 21. August zu sehen.

Mit neuen Programmen wartet die Museumspädagogik in diesem Jahr auf. Schüler der Klassen 5 bis 7 gehen mit Pfeil und Bogen auf eiszeitliche Jagd nach Rentieren, die 7- und 8-Klässler erkunden als Bauern, Bürgerinnen, Ritter und Geistliche das Mittelalter. Das Programm "Abenteuer Archäologie" richtet sich an alle Altersstufen weiterführender Schulen. Im Mittelpunkt stehen die vielen unterschiedlichen Methoden, mit denen Archäologen arbeiten, die die Teilnehmer selbst einmal ausprobieren können.

Mit dem Programm "Die Geschichte ist weiblich" beschreitet das Museum ein neues Gebiet, das unter dem Oberbegriff "gender mainstreaming" geführt wird. Gemeint ist damit die Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenssituationen von Männern und Frauen. Der Rundgang hebt den Anteil hervor, den Frauen in der Menschheitsgeschichte geleistet haben. "Wir wollen über die Archäologie die Geschichte aus möglichst vielen Perspektiven beleuchten. Dabei bildet dieses Programm den Anfang einer Reihe, die sich fortsetzt mit Themen wie beispielsweise das Alter, die Kindheit oder der Umgang mit Krankheiten", sagt Museumsleiterin Rüschoff-Thale. Diese Programme werden mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle des LWL erstellt.

Lehrerfortbildungen sollen sowohl das bestehende als auch das neue museumspädagogische Angebot an die Schulen herantragen. Dadurch können Klassen bereits im Vorfeld gezielt auf den Museumsbesuch vorbereitet werden.
Mit den bereits etablierten Familiensonntagen jeweils am ersten Wochenende im Monat und den Kreativseminaren bietet das Archäologie-Museum zu den Wochenenden wieder ein attraktives Programm. Bestanden die Familienagebote bislang aus getrennten Aktionen für Eltern und Kinder, können ab diesem Jahr Familien gemeinsam werkeln, gestalten und ausprobieren. "Der Museumsbesuch soll zu einer Gemeinschaftserfahrung werden, und das generationsübergreifend", so Museumspädagoge Michael Lagers.

Das Osterferienprogramm steht im Zeichen des mittelalterlichen Klosterlebens. Die Teilnehmer tauchen an zwei Tagen ein in diese Zeit und erleben die geheimnisvolle Welt der Ordensleute im Mittelalter. Den Höhepunkt des Programms bildet ein gemeinsamer Besuch im Bochumer Zisterzienserkloster.
Das Steinzeitatelier nimmt sich des wohl berühmtesten Menschen der Jungsteinzeit an: der Ötzi. In dieser eintägigen Veranstaltung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Ausrüstung des Gletschermannes und nähen mit Werkzeugen aus Knochen kleine Hirschlederbeutel.

Ein Höhepunkt ist die Eröffnung des Forscherlabors im LWL-Museum. Ab dem 29. April steht den Besuchern damit ein Raum zur Verfügung, in dem sie durch Probieren und Experimentieren die Methoden nachvollziehen können, mit denen Wissenschaftler die Spuren der Vergangenheit entschlüsseln.

Westfälisches Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Michael Lagers, Tel.: 02323 94628-18 und Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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