LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.01.05

Foto zur MitteilungMit einer Ausstellung über Indianer und Eiszeitjäger steigerte das LWL-Archäologiemuseum seine Besucherzahl auf 74.000.
Foto: LWL/Jülich


Foto zur MitteilungDieses Kreuzreliquiar aus dem 12. Jahrhundert ist noch bis zum 4. Januar in der Ausstellung "Wege des Mittelalters" zu sehen.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungErstmals kamen über 100.000 Besucher in die ZeFührungen in das Besucherbergwerk waren der Renner in der Wittener Zeche Nachtigall. che Zollern in Dortmund.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Über eine Million Besucher in den 17 LWL-Museen
Dortmunder Zeche Zollern knackt 100.000-Marke

Bewertung:

Westfalen-Lippe (lwl). Über eine Millionen Besucher erlebten 2004 in den 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Kultur. Trotz des schlechten Sommers, der vor allen den Museen zu schaffen machte, die einen Großteil ihrer Sammlung im Freien präsentieren, ging die Besucherzahl insgesamt gegenüber 2003 nur um 64.000 auf 1,048 Millionen zurück (minus 5,8 Prozent, 2003: 1,112 Mio.) und blieb über der Millionen-Grenze. "Obwohl viele Familien auf jeden Euro achten müssen und daher im Kultur- und Freizeitbereich insgesamt die Besucherzahlen rückläufig sind, können wir mit diesen Zahlen leben. Dennoch müssen wir uns bemühen, mit attraktiven Ausstellungen, besonderen Angeboten für Familien und Führungen wieder an frühere Zahlen anzuknüpfen", sagte LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe in Münster.

In seinem zweiten Jahr hat das Westfälische Museum für Archäologie in Herne seine Besucherzahl von 70.000 auf 74.000 gesteigert. Besonderer Besuchermagnet war dabei die Ausstellung über Prärieindianer und Eiszeitjäger, die das LWL-Museum noch bis zum 16. Januar zeigt.

Auch im Westfälischen Römermuseum Haltern (Kreis Recklinghausen) sind die Besucherzahlen gestiegen. Während im vergangenen Jahr 35.000 Besucher sahen, wie die Römer in Westfalen gelebt haben, waren es 2004 sogar 40.000. Die Zahlen will das Museum 2005 mit der Ausstellung "Die letzten Stunden von Herculaneum" deutlich übertreffen. Denn dann sind viele Funde aus der Stadt, die in der Asche des Vesuvs unterging, erstmals außerhalb von Italien zu sehen.

Das Kloster Dalheim im Kreis Paderborn besuchten 2004 knapp 39.000 Interessierte. Im Jahr zuvor waren 37.300 Besucher im zukünftigen Westfälischen Museum für Klosterkultur. Dieses Jahr wird die Ausstellung zu Ostern am 28. März eröffnet, die feierliche Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt des Museumsausbaus folgt Ende Juni. Der Dalheimer Klostermarkt, Publikumserfolg der vergangenen Jahre, fällt auf das Wochenende am 27. und 28. August. Die Besucherzahl des Paderborner Museums in der Kaiserpfalz blieb mit 27.000 konstant.

Im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster ging die Besucherzahl von 75.000 auf knapp 60.000 zurück. Mit etwa 30.000 Besuchern war die Ausstellung "Wege des Mittelalters" besonders erfolgreich. Ein Grund für den Rückgang ist, dass ins Jahr 2003 mit der Munch-Ausstellung und der Schau "Verschwunden sind die Fesseln des Schlendrians" zwei große Ausstellungen fielen, während 2004 nur eine große Schau gezeigt wurde. Im nächsten Jahr stehen mit "Die Brabender" und der Fotoausstellung "1945 - 2005 Kriegsende und Neuanfang" wieder zwei größere Projekte an. Außerdem will das Museum den bereits erfolgreich angelaufenen Ausbau der Museumspädagogik weiter betreiben.

Ebenfalls zurückgegangen sind die Besucherzahlen im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster. Kamen im Vorjahr noch knapp 115.000 Besucher in das Museum, wollten 2004 nur gut 100.000 Besucher die Sonderausstellung über die Ems sehen. "Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder deutlich über 100.000 Besucher liegen, denn ab September zeigt das Museum eine interessante Sonderausstellung über Indianer der Nordwestküste Amerikas", so Teppe.

Wie alle Freizeiteinrichtungen unter freiem Himmel mussten die beiden LWL-Freilichtmuseen wegen des verregneten Sommers einen deutlichen Besucherrückgang wegstecken: Dabei fiel der Rückgang im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen moderat aus, hier sank die Besucherzahl von 169.000 auf 158.000. Das Detmolder Freilichtmuseum im Kreis Lippe besuchten in der Zeit von April bis August über 160.000 Kulturinteressierte, vor einem Jahr waren es noch knapp 190.000. "Grund für den deutlichen Rückgang waren neben dem schlechten Wetter sicherlich auch drei Baustellen, die das Gesamtbild des Museums beeinträchtigt haben. Erfreulich ist aber, dass die Zahl der Führungen trotzdem mit 1200 konstant geblieben ist und das Museum die Zahl der Aktivprogramme um über 100 Prozent gesteigert hat: In diesem Jahr haben 260 Gruppen von Kindern und Jugendlichen erlebt, wie ihre Vorfahren gelebt haben, indem sie auf historische Art Wäsche gewaschen, Kerzen gezogen, Waffeln gebacken oder Filz hergestellt haben", analysiert Teppe die Zahlen.

Auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr blickt das Westfälische Industriemuseum zurück: 389.500 Menschen (2003: 391.500) kamen in die acht Standorte des Landesmuseums für Industriekultur. "Unsere Besucherzahlen haben sich auf einem erfreulich hohen Niveau eingependelt", zieht LWL-Kulturdezernent Teppe Bilanz. Höhepunkte des Programms zum 25-jährigen Bestehen waren die Ausstellung "Schätze der Arbeit", ein internationaler Kongress und ein großes Fest in der Dortmunder Museumszentrale. Mit zusammen über 300 Veranstaltungen hatten die Museumsleiter auch an den einzelnen Standorten ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt.

Die wichtigste Ausstellung des Westfälischen Industriemuseums im neuen Jahr wird am 18. September 2005 auf der Zeche Zollern in Dortmund eröffnet: "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder". Die Schau erzählt mit rund 500 Exponaten und Inszenierungen die industriegeschichtliche Entwicklung Nordrhein-Westfalens in der Nachkriegszeit aus der Perspektive der Flüchtlinge und Vertriebenen.

Die Museumszentrale des Westfälischen Industriemuseums auf der Zeche Zollern hat im Jubiläumsjahr 2004 mit genau 104.053 Besuchern (davon 19.000 Besucher der alternativen Karnevalssitzung "Geierabend") erstmals die magische 100.000-Grenze überwunden (2003: 97.980, davon 17.800 Geierabend). So kann es 2005 weiter gehen: Im Februar wird in der Maschinenhalle zum ersten Mal die elektrische Fördermaschine von 1902/03 wieder laufen. Der Ausstellungskalender bietet neben der zentralen Schau "Aufbau West" eine Aus-stellung über Grubenpferde ("Kumpel auf vier Beinen", 20.3.-19.6.05).

Rund 21.700 Besucher (2003: 29.200 inkl. "Dampffestival" mit 8.000 Besuchern) zählte der Bochumer Museums-Standort Zeche Hannover, der nur an den Wochenenden im Sommerhalbjahr regelmäßig geöffnet ist. Den Auftakt der neuen Saison bildet am 30.4. und 1.5.05 die vierte Auflage des Dampffestivals Ruhrgebiet mit original historischen Dampffahrzeugen aus ganz Europa. Außerdem gibt es einen Vorgeschmack auf die Fußball-WM 2006: Ab 25. Mai präsentiert das LWL-Museum die Wanderausstellung "Fußballregion Ruhrgebiet".

Im Jahr nach der Museumseröffnung hat die Zeche Nachtigall am Eingang des Wittener Muttentals (Ennepe-Ruhr-Kreis) rund 32.000 (2003: 33.400) Besucher angelockt. Besonders die Führungen durch das Besucherbergwerk hatten sich als Renner erwiesen. Neu im Programm hat das LWL-Museum im kommenden Jahr regelmäßige Kindernachmittage und Maschinenvorführungen.

Rund 84.000 Menschen kamen im abgelaufenen Jahr ins Alte Schiffshebewerk Henrichenburg (2003: 99.700) in Waltrop (Kreis Recklinghausen). 2003 hatte das Hebewerk als Hauptspielort in der Nacht der Industriekultur tausende zusätzliche Besucher angelockt. Im kommenden Jahr schickt das Museum eine "schwimmende Ausstellung" auf die Reise: Auf dem historischen Museumsschiff "Ostara" tourt vom 2.6. bis 31.10. die Schau "75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal" durchs Land. Stationen sind Dorsten, Voerde, Marl, Hünxe, Haltern, Datteln und schließlich das Alte Schiffshebewerk in Waltrop.

Mit einem deutlichen Plus in der Besucherstatistik endet das Jahr 2004, das 150. in der Geschichte der Henrichshütte, für den Hattinger Standort des Westfälischen Industriemuseums (Ennepe-Ruhr-Kreis). 55.200 Menschen besuchten die Hütte (2003: 33.000), allein 11.500 kamen in der "Nacht der Industriekultur" zum ältesten Hochofen im Revier. Nicht eingerechnet sind 9.600 Gäste externer Veranstaltungen wie Konzerte der Bochumer Symphoniker, Theaterabenden oder Ü-30-Partys in der neuen Gebläsehalle. 2005 bietet neben zahlreichen Kulturterminen eine Ausstellung mit genussvollem Begleitprogramm ("Jederzeit Kaffeezeit", 1.5.-7.8.) und eine Schau über die Geschichte des Brieftaubensports in Westfalen ("Das Glück fliegt in der Luft", ab 11.9.). Kleine Gäste dürfen sich unter anderem auf eine Komplettierung des "Rattenwegs" freuen.

Für das Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) im Westfälischen Industriemuseum brachte das Jahr 2004 die entscheidende Weichenstellung für die seit langem geplante Erweiterung: Mit Unterstützung von Land, Stadt, Stadtsparkasse und Kreis konnte der LWL das historische Gebäude der Spinnerei Herding kaufen. In dem industriegeschichtlichen Denkmal kann das Westfälische Industriemuseum seine Sammlung wertvoller historischer Maschinen, Muster und Textilien erstmals in größerem Umfang präsentieren. Während die Ausbaupläne für Herding reifen, läuft der Betrieb am alten Museumsstandort, den im laufenden Jahr rund 28.200 Menschen (2003: 30.600) besuchten, wie gewohnt weiter. Als zentrale Ausstellung des neuen Jahres ist eine Schau über "Sidney Stott und die Spinnereibauten der deutsch-niederländischen Textilregion" (26.6.-6.11.05) geplant.

Einen Sinn für Süßes beweist 2005 die Ziegelei Lage. Das LWL-Museum zeigt vom 30. Januar bis Ende August in der Ausstellung "Raffiniert" den Werdegang des Zuckers von der Rübe bis zum fertigen Produkt und präsentiert neben zahlreichen historischen Maschinen auch Zuckerwaren aller Art. Positives Resumée für das Jahr 2004: Rund 37.100 Gäste (2003: 34.400) verbuchte der LWL-Museumsstandort im Kreis Lippe. Höhepunkte des Jahres waren wieder die Produktionswochen und das Museumsfest.

Mit rund 27.700 Besuchern blieb das Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) zwar hinter den Vorjahreszahlen zurück (33.200). 2003 hatte allerdings der Kirchentag mit einigen tausend Gästen die Bilanz nach oben gedrückt. Freunde der Glaskunst sollten sich bereits einen Termin für 2005 vormerken, denn im Sommer stellt der bekannteste deutsche Glaskünstler Erwin Eisch in Gernheim eine Auswahl neuer Werke aus (19.6.-25.9.05). Auch baulich geht es voran: Nach mehrjähriger Restaurierung wird das ehemalige Fabrikantenwohnhaus im Sommer fertiggestellt.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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