LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.09.04

Foto zur MitteilungTrotz vor Nässe schwerer Böden im Einsatz: Arbeitsgerät gezogen vom Pferdegespann.
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Foto zur MitteilungUnter vielen Kartoffelsorten gewann das "Bamberger Hörnchen" den Geschmackstest.
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Foto zur MitteilungSelbst Bentheimer Ferkel lieben Kartoffelbrei - auch aus dem Trog.
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Presse-Infos | Der LWL

"Bamberger Hörnchen" zur Kartoffelkönigin gekürt - 4000 Besucher bei "Westfälischen Kartoffeltagen" im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Bewertung:

Detmold (lwl). Die "Königin unter den Kartoffeln" ist gefunden: Bei den "Westfälischen Kartoffeltagen" am 25. und 26. September im Westfälischen Freilichtmuseum hatten Besucher die Gelegenheit, unterschiedliche Kartoffelsorten zu probieren und im Anschluss ihr Urteil auf einem anonymen Stimmzettel abzugeben: Absoluter Spitzenreiter war die Landsorte 'Bamberger Hörnchen', die auf diese Weise zur "Kartoffelkönigin" gekürt worden ist und das Geschmacksurteil - gefolgt von "Laura" und "Cilena" - mit weitem Abstand für sich entschieden hat. Verkostung und Abstimmung waren aber nur ein Teil der zahlreichen Aktionen rund um die "tolle Knolle", die es im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu erleben gab.

Ein spezielles Angebot für Freunde der Kartoffelzucht gab es im großen Zelt, das auch eine Ausstellung historischer Arbeitsgeräte zeigte: In Kooperation mit dem Pflanzenschutzdienst Münster/Bonn war eine Beratungsstelle der Landwirtschaftskammer eingerichtet worden, hier informierte Fritz Brendler über Kartoffelkäfer, Drahtwürmer, Kräutfäule und viele andere Krankheiten und Schädlinge, die die Kartoffelernte beeinträchtigen können. Einige Besucher haben die Gelegenheit genutzt, ihre mitgebrachten kranken Knollen vorzustellen und sich detailliert beraten zu lassen. Ergänzend dazu zeigte die Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung anhand vieler Beispiele nicht nur die Vielfalt der Kartoffelprodukte, sondern informierte umfassend über die Qualitäten von Speisekartoffeln und die Kartoffel als nachwachsenden Rohstoff.

Trotz des immer wieder auftretenden Nieselregens legten sich alle Beteiligten ins Zeug, um das Programm wie angekündigt ablaufen zu lassen: Gar nicht so einfach, wenn der Boden bei den Feldvorführungen glatt und schwer vom Regen war -
Vertreter der Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ), die mit drei Pferdegespannen gekommen waren, leisteten Schwerstarbeit. Und so konnten alle bereitgestellten Geräte vorgeführt und - dank der Kommentierung von Gerd Aschoff - auch deren Funktion verstanden werden. Schließlich zeigte das Lohnunternehmen Schütze aus Lage die aktuelle Technik von der Legemaschine über die Dammfräse bis zum Kartoffelvollernter. Ein besonderes Bild war dabei das Kuhgespann des Westfälischen Freilichtmuseums, das neben den Vollernter fuhr, um die frisch gerodeten Kartoffeln aufzunehmen.

Am wenigsten machte der Regen wohl den Bentheimer Landschweinen aus: Die Sau mit ihren elf Ferkeln fühlte sich am Schweinehaus im Paderborner Dorf sprichwörtlich "sauwohl", insbesondere, wenn das Futter aus Gerstenschrot, Kartoffeln und Wasser aus dem dampfenden Kesselofen endlich fertig war und die Tiere die Mischung im Trog vorgesetzt bekamen. Insgesamt hatte das LWL -Freilichtmuseum ein Programmangebot für alle vom Kinderprogramm bis zu Ernährungsinformationen und verschiedensten Vorführungen rund um die Erdäpfel zusammengestellt. Bei zahlreichen Aktionen konnten Veranstaltungsgäste selbst mitwirken: Das Schälen der längsten Kartoffelschale war so gefragt, dass für die Museumskräfte die Mittagspause nahezu ausfiel. Die Fühlkiste mit der Herausforderung nur durch Tasten den Unterschied zwischen einer Zwiebel, einer Kartoffel und einer roten Beete herauszufinden war bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt, das Gleiche galt am Sonntag auch für die Märchen zu "Königlichem und Kargem Mahl", die Ulrich Zobus zur Harfe für seine Zuhörer erzählte. Beim Schätzwettbewerb musste herausgefunden werden, wieviele Kartoffeln in einem Zehn-Kilo-Sack wohl stecken, gewinnen konnte man einen Menü-Gutschein des Historischen Gasthauses Buschkamp und Pickert mit einer Tasse Kaffee in der Museumsgaststätte "Tiergartenkrug". Die Erzählungen und Spiele rund um die Kartoffel machten natürlich auch Appetit: Bei Delikatessen wie Kartoffelwaffeln, Kartoffelsuppe und Ofenkartoffeln griffen die Museumsgäste dann gern zu.
Die Stimmung bei den mehr als 4000 Besuchern dieses Wochenendes war entsprechend gut: " So eine Vielseitigkeit zur schlichten Kartoffel haben wir im Vorfeld nicht erwartet - es war spannend und das Probieren so vieler Sorten war ein echtes Erlebnis", lobten die Besucher.



Pressekontakt:
Gefion Apel, Tel. 05231 706-104 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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