LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 10.09.04

Foto zur MitteilungKleinkolonie Am Rübenkamp mit den denkmalgeschützten Häusern des Westfälischen Industriemuseums Zeche Hannover.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Wohnen auf der Seilscheibe
LWL-Industriemuseum zeigt Bergarbeitersiedlungen

Bewertung:

Bochum (lwl). Zum internationalen Tag des offenen Denkmals präsentiert das Westfälische Industriemuseum Zeche Hannover ein neues Angebot: Unter dem Motto "Wohnen auf der Seilscheibe" führen Stella Burjanek und Dirk Aries vom Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 12. September, um 11 und 14 Uhr durch die Bergarbeitersiedlungen rund um die Zeche Hannover.

Ausgehend vom Bau der Zeche Hannover ab 1857 geben sie eine Überblick über die Entwicklung der Region Bochum-Hordel und Herne-Eickel vom flachen Bauernland bis hin zur pulsierenden Vorstadt in der Mitte des Ruhrgebiets in den 1950er Jahren.
Im Zentrum der Führung stehen die Werkssiedlungen der Zeche Hannover und der Alltag ihrer Bewohner von der Jahrhundertwende bis zu den 1950er Jahren.
Startpunkt des historischen Rundgangs ist die Zeche Hannover mit der Kleinkolonie Am Rübenkamp. Das Westfälische Industriemuseum öffnet zum Tag des offenen Denkmals erstmals die denkmalgeschützten Arbeiterhäuser aus den 1890er Jahren, deren Restaurierung in den nächsten Jahren fertig gestellt werden soll. "Der Blick in die bunt ausgemalten Wohnräume wird sicherlich viele verblüffen", verrät Museumsleiter Dietmar Osses. "Die Restaurierungen der originalen Wandbemalung ist bereits abgeschlossen und soll unseren Besuchern einen ersten Eindruck von diesen hochrangigen Denkmälern einer Bergarbeitersiedlung geben", so Osses weiter.
Weiter führt der Rundgang über die Eickeler Kolonie mit ihrer symmetrischen Reihung entlang der Straße und die Siedlung Dahlhauser Heide, die Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit westfälischen Bauernhäusern errichten ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den "Montagehäusern System Schneider", die als Systemhäuser ab 1948 errichtet wurden, um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.

Termin: 12.9.2004, 11 und 14 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Die Führung ist kostenfrei.
Westfälisches Industriemuseum
Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: 0231/ 69 61 -231



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235 und Dietmar Osses, Tel. 0231 6961-231
presse@lwl.org



Links:
http://www.zeche-hannover.de



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