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Mitteilung vom 18.05.04

Foto zur MitteilungZeche Hannover in Bochum
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Das Ruhrgebiet als Ziegel-Landschaft.
Dia-Vortrag im Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover

Bewertung:

Bochum (lwl). Ziegel sind die Steine, auf die das Ruhrgebiet gebaut hat. Das zeigt der Historiker Dr. Thomas Parent in einem Dia-Vortrag am Freitag, 21. Mai, um 20 Uhr im ziegelgemauerten Malako-turm des Westfälischen Industriemuseums Zeche Hannover (Foto). Der Vortrag findet im Rahmen der "WIM-Woche" zum Thema Stein statt, die das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) anlässlich seines 25-jährigen Bestehens veranstaltet (alle Termine unter www.industriemuseum.de).

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Zechen und Fabriken, Kolonien und Kirchen, Schulgebäude und Rathäuser im Ruhrrevier aus Ziegelsteinen gemauert. Dabei gestalteten die Ziegel auch hochkarätige Architektur, wie den Turmhelm der Marienkirche in Bochum, die kunstvoll gestalteten Kapitelle am Portal der katholischen Kirche von Herne-Baukau, oder das Triumphkreuz über der monumentalen Eingangsfassade der Heilig-Kreuz-Kirche von Gelsenkirchen-Ückendorf. Und auch die beiden berühmten Zechen Zollern II/IV in Dortmund und Zollverein in Essen werden in ihrem Erscheinungsbild durch den Baustoff Ziegel maßgeblich geprägt.

Die Vorliebe für Ziegelsteine im Ruhrgebiet hat dabei vor allem praktische Gründe: Ziegelsteine sind weitgehend resistent gegen feuchte Witterung und Industrieabgase. Auch unter dem Einfluss der Rauchschwaden von Kokereien und Stahlwerken bewahren sie lange eine ansprechende Optik. Zu-dem wurden die Ziegesteine oft in zecheneigenen Ziegeleien aus dem Ton gebrannt, den man beim Abteufen der Schächte als Abfallprodukt gewann. Häufig unterstützten Bergwerksgesellschaften den Bau von Schulen und Kirchen im Revier, indem sie Ziegelsteine stifteten.

In seinem Lichtbilder-Vortrag im Industriemuseum Zeche Hannover stellt Dr. Thomas Parent das Ruhrgebiet als "Ziegel-Landschaft" vor. Er zeigt zahlreiche - bekannte und unbekannte - Beispiele und interpretiert sie im Zusammenhang der Industriegeschichte des Reviers. Der Eintritt ist frei.




Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235 und Dietmar Osses, Telefon: 0231 6961-231
presse@lwl.org




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