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Mitteilung vom 06.02.03

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Der 'amerikanische Westfale'Dr. Timothy Sodmann erhält das diesjährige LWL-Arbeitsstipendium

Bewertung:

Münster/Südlohn (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt sein mit 3.100 Euro dotiertes Arbeitsstipendium für westfälische Landesforschung in diesem Jahr an Dr. Timothy Sodmann aus Südlohn (Kreis Borken). Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (05.02.) in Münster beschlossen.

"Dr. Timothy Sodmann ist ein Wissenschaftler, der sich um die Erforschung und Vermittlung westfälischer Kultur bleibende Verdienste erworben hat. Seine wissenschaftlichen Interessen sind außerordentlich weit gespannt, sie reichen von der mittelalterlichen niederdeutschen Literatur über sprachgeschichtliche Fragestellungen bis hin zu Themen regionaler westfälischer Kulturgeschichte. In vielen Tagungen und Vorträgen schafft er immer wieder Raum für den wichtigen Gedankenaustausch zwischen Forschern und Laien", urteilt der Rat für Westfälische Landeskunde, der Sodmann für das Arbeitsstipendium vorgeschlagen hat.

Sodmann, dessen Vorfahren aus dem Westmünsterland stammen, ist 1943 in der dritten Auswanderergeneration im amerikanischen Buffalo (New York) geboren worden. Ihn zog es aber bald in die westfälische Heimat seiner Familie zurück: Ab 1962 studierte er in Münster deutsche, niederländische und englische Philologie. Er promovierte über Jacob van Maerlants "Historie van den grale" und "Boek van merline" nach der Steinfurter Handschrift. Bevor er 1988 die Leitung des Landeskundlichen Institutes Westmünsterland übernahm, war er mehrere Jahre wissenschaftlicher Referent der Westfälischen Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL.

Das vom Kreis Borken in Vreden gegründete Landeskundliche Institut baute er zu einer Anlaufstelle für Forschung und wissbegierige Laien aus. Dabei ist es ihm besonders wichtig, dass die vielen Ratsuchenden aus der Region kompetent betreut werden. "Mit viel Enthusiasmus und Willenskraft strebt Dr. Sodmann das Ziel an, landeskundliche und damit auch mundart- und namenkundliche Themen 'unters Volks zu bringen'", lobte der Rat für Westfälische Landeskunde, der auch hervorhob, dass Sodmann ein Pionier der grenzüberschreitenden Kooperation mit niederländischen und belgischen Forschungseinrichtungen sei.
Das Arbeitsstipendium, das der LWL jährlich vergibt, ist für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.











Pressekontakt:
Markus Fischer Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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