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Mitteilung vom 07.10.02

Foto zur MitteilungDiese Steine lagen einst am Rhein, als der durch Bottrop-Kirchhellen floss.
Foto: LWL/Egbert


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Auf dem Weg ins Museum
Die ältesten Exponate: Nach 950.000 Jahren aus Bottrop nach Herne

Bewertung:

Bottrop (lwl). Wasser kann - wie in diesem Sommer - mit seiner Gewalt großen Schaden anrichten, ein stetiger Fluss wie der Rhein formt Steine und Felsen nach Belieben.

So passierte es vielleicht auch mit den Steinen aus Sandstein und Quarzit im heutigen Bottrop-Kirchhellen, wo einst ein Arm des Rheins strömte. Dort förderten Bagger beim Sand- und Kiesabbau am ehemaligen Rheinufer handgroße Steine aus großer Tiefe an die Oberfläche.
Sie stammen aus Rheinschottern, die vor 950.000 Jahren durch Ablagerungen des Flusses entstanden sind. Die Steine sind die ältesten Exponate im neuen Westfälischen Museum für Archäologie, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Ende März nächsten Jahres in Herne eröffnen wird.

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Westfälischen Museums für Archäologie erkannten in den Funden Steingeräte des Urmenschen. Denn die Bottroper Steine haben große Ähnlichkeit mit gleich alten Werkzeugen aus Afrika und Südeuropa. "Die Wissenschaft streitet aber darüber", so Dr. Barbara Rüschoff-Thale. "Es könnte sein, dass es sich um altsteinzeitliche Geräte handelt", ergänzt die LWL-Archäologin. "Wenn es sich hier um Spuren früher Menschen handelt, erwarten wir noch viele Erkenntnisse." Die Bottroper Funde wären Beleg dafür, welche Fähigkeiten und Kenntnisse die Menschen im heutigen Westfalen vor Hunderttausenden von Jahren hatten.

Die Archäologen machen solch alte Funde vor allem beim Abbau von Sand und Kies. Denn die Bagger fördern Schichten an die Oberfläche, die heute unter dem Grundwasserspiegel liegen und deswegen kaum erreichbar sind. Nicht zufällig entdecken die Forscher die ältesten Spuren der Menschen überwiegend in Ablagerungen von ehemaligen Flussläufen. "Die Menschen zog es immer wieder an die Flüsse. Hier fanden sie Wasser und geeignetes Rohmaterial für ihre Werkzeuge. Gleichzeitig waren die Gewässer wichtige Orientierungspunkte", erklärt die Wissenschaftlerin.

Ende März 2003 wird der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein neues Archäologiemuseum in Herne eröffnen. In den folgenden Wochen weisen wir auf eine Reihe von interessanten Exponaten hin, die sich auf die Reise in die neue Ausstellung machen.









Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235
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