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Mitteilung vom 13.03.13

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Ein Jahr Beratung für Betroffene der Heimerziehung

Anlauf- und Beratungsstelle Westfalen beim LWL zieht erste Bilanz

Bewertung:

Münster (lwl). Nach einem Jahr zieht die Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene der Heimerziehung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine erste Bilanz: Seit dem 1. Januar 2012 haben sich über 850 Betroffene an die Anlaufstelle beim LWL gewandt, um Beratung und Unterstützung zu bekommen.

"Wir bieten den Betroffenen einen geschützten Raum für Gespräche über die damaligen Erlebnisse und Erfahrungen sowie die Auswirkungen auf das heutige Leben. Die Gespräche behandeln wir natürlich vertraulich", sagt Birgit Kühne von der LWL-Anlauf- und Beratungsstelle in Münster. Ein wichtiger Schwerpunkt sei es auch, die Betroffenen zu unterstützen, wenn sie Leistungen aus dem Fonds "Heimerziehung" beantragen wollen.

Über 700 Vereinbarungen hierzu seien bereits geschlossen worden, so Kühne weiter. So hat der Fonds über 3,3 Millionen Euro für Anträge aus Westfalen gezahlt. Die Betroffenen bekommen das Geld entweder als Ersatz für fehlende Rentenversicherungszeiten ausgezahlt, wenn sie während ihrer Heimunterbringung arbeiten mussten, oder sie bekommen Sachleistungen wie spezielle Therapien finanziert.

Hintergrund
Anfang 2012 wurde der Fonds Heimerziehung für Betroffene, die zwischen 1949 und 1975 in Heimen der Jugendhilfe untergebracht waren errichtet. Seitdem bestehen im Bundesgebiet Regionale Anlauf- und Beratungsstellen, die den Betroffenen vor Ort weiterhelfen. Die vom LWL erstellte wissenschaftlichen Dokumentation "Heimkinder und Heimerziehung in Westfalen 1945 bis 1980 zeigte , die besondere Verantwortung der Landesjugendämter auf. Vor diesem Hintergrund hat das Land NRW die Landschaftsverbände gebeten, sich an dem Hilfsfonds zu beteiligen und jeweils eine regionale Anlauf- und Beratungsstelle zu errichten.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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48145 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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Kommentar(e)

S.W11.02.2014 20:30
ja,leider werden Anträge anscheinend kaum bearbeitet. Betroffene bekommen weder Bescheid noch sonst irgendeine Info inwieweit Anträge in Bearbeitung sind ect.Vielleicht bekomme ich ja doch mal irgendwann ein Antwortschreiben der Frau Kühne


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