Warburg, Stadt

Geschichte Die Ursprünge Warburgs gehen wohl auf einen Villikationshof um die 1622 zerstörte Petrikirche zurück, der zur Burg W. gehörte. Der erbenlose Graf Dodiko schenkte den Komplex Bischof Meinwerk von Paderborn, der an der Stelle der Burg eine dreischiffige Basilika "St. Erasmus" errichten ließ. Auf dem Burggelände lebten Burgmannen, die allerdings in der Frühen Neuzeit nicht mehr nachweisbar sind; das Gelände wurde der Stadt im 19. Jh. zur Anlage eines Friedhofs überlassen.

Eine Marktsiedlung entwickelte sich im 11./12. Jh. östlich der Burg am sog. Weinberg mit eigener Pfarrkirche (Marienkirche) sowie die Altstadt als Plananlage auf der Niederterrasse der Diemel. Dieser Komplex wurde von einem Stadtgrafen geleitet. Unter Bernhard IV. von Paderborn wurde im Norden der Altstadt eine Neustadt nach lippischen Dreistraßen-Vorbild errichtet - hier etablierte sich seit 1239 eine Bürgermeister-Ratsverfassung. Nach Konflikten im gesamten 13. Jh. entwickelten sich die beiden Städte aufeinander zu: 1309 wurde das Gesamtareal mit einer gemeinsamen Mauer versehen, 1312 wurden gemeinsame Statuten über Gerichtsrechte verabschiedet, aber erst 1436 wurden die beiden Teile mit dem "Großen Brief" formell zu einer Gemeinschaft. Noch im 16. Jh. wurde der Neubau des Rathauses auf der Grenze der beiden Stadtteile positioniert.

Wirtschaftlich war Warstein der Zentralort der gleichnamigen Börde und ein Zentrum des Getreidehandels, des Tuch- und Schmiedehandwerks. Mitte des 14. Jh. wurde Warstein Hansestadt. Den Einbruch der städtischen Entwicklung löste der Dreißigjährige Krieg aus, in dessen Verlauf die Stadt fast die Hälfte seiner Einwohner und seine wichtige Stellung im Handel einbüßte. Seit dem 17. Jh. entwickelte sich in der Stadt eine starke jüdische Gemeinde.

Die urkundliche Überleiferung der Stadt befindet sich zum Großteil im Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen.
Benutzungsort Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Eigentümer/in Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Bestand
Urkunden Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Stadt Warburg - Urkunden, Nr.
Findbuch B 707u
Umfang 12 Urkunden
Laufzeit 1335-1738
Anmerkungen Ergänzungsüberlieferung.
- Münster, Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen. Chronik in Msc.
- Warburg, Stadtarchiv.
Information Das Findbuch wurde im Rahmen eines Transferprojektes im November 2004 digitalisiert (händische Eingabe in VERA, Bearbeiter: Franz Strukamp, Tobias Meyer-Zurwelle).
Weitere Ressourcen Ressourcen zu Warburg im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

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Panoramen Warburg

Stadt Warburg
Literatur Heidenreich, Friedrich Josef Liborius (Bearb.)
Warburger Stammtafeln. 2 Teile. In: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 43/44, 1985/1986.

Mürmann, Franz (Hg.)
Die Stadt Warburg 1036-1986. 2 Bde. Warburg 1986.

Stadt Warburg (Hg.)
950 Jahre Stadt Warburg: 1036-1086. Warburg [1986].

Stoob, Heinz (Hg.)
Warburg. Westfälischer Städteatlas, Lieferung 1. Dortmund 1975.

Stümper, Walter (Hg.)
Chroniken der Stadt Warburg. Schriftenreihe des ESC-Verlages Warburg-Calenberg, Bd. 6. Warburg [2002].
Systematik
Zeit2.17   1300-1349
2.18   1350-1399
2.19   1400-1449
2.20   1450-1499
3.1   1500-1549
3.2   1550-1599
3.3   1600-1649
3.4   1650-1699
3.5   1700-1749
Ort2.4.9   Warburg, Stadt
Sachgebiet3.11   Städte und Gemeinden, Ober-/Bürgermeister/Ober-Bürgermeisterin, Mitarbeiter
Datum Aufnahme 2010-06-28
Datum Änderung 2011-11-04
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