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Mitteilung vom 01.10.26

Presse-Infos | Kultur

Gesichter der Wismut

Neue Ausstellung im LWL-Museum Zeche Nachtigall

Witten (lwl). Passend zum Tag der Deutschen Einheit eröffnet im LWL-Museum Zeche Nachtigall in Witten am Samstag (3.10.) die Sonderausstellung "Gesichter der Wismut - Strahlender Alltag, Geheimnisse und Folgen des Uranabbaus in der DDR". Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet um 14 Uhr eine Kuratorinnenführung mit Rike Schreiber, Ausstellungsmacherin und Projektkoordinatorin von der Gedenkstätte Amthordurchgang, an. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.

Die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Ostthüringen entwickelte Ausstellung erzählt die Geschichte eines Industriezweigs, der die Regionen Erzgebirge und Gera-Ronneburg über Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat. Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich in der DDR bis zum Ende der 1980er-Jahre eine der bedeutendsten Uranabbau- und Uranaufbereitungsregionen Europas befand. Die Wismut förderte Uran für das sowjetische Atomprogramm. Zurück blieben tiefgreifende Veränderungen für Landschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte des DDR-Uranbergbaus - vom Aufbau der Schächte über die Arbeits- und Lebensrealitäten der Wismut-Familien bis zu den gesellschaftlichen Kontroversen rund um Fortschrittsideologie, gesundheitliche Folgen und soziale Integration.

In vier Themenbereichen widmet sich das Projekt der Geschichte und dem Erbe des Uranbergbaus der Region Ostthüringen. Zentral sind der Alltag der Beschäftigten der SDAG Wismut im Kontrast zwischen hoher sozialer Integration und strikter Geheimhaltung. Das Projekt thematisiert weiterhin den Einfluss global-politischer Kontexte des Kalten Kriegs auf die Bezirksstadt Gera, sowie die sozialen und ökologischen Folgen der deutschen Wiedervereinigung für die Region Ostthüringen.

Erstellt hat die Ausstellung die Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera als intergenerationales Projekt mit Zeitzeug:innen und Schüler:innen.

Weiteres Programm am 3. Oktober

Neben stündlichen Führungen durch das Besucherbergwerk für Kinder ab sechs Jahren (10.30 bis 16.30 Uhr) können junge Besucher:innen ab acht Jahren von einem Profi das Schmieden erlernen und eigene kleine Objekte herstellen. Zeitslots für je 30 Minuten werden an der Kasse vergeben. Das Museum bietet ganztägig Fahrten mit der eigenen Museumsbahn über das Gelände an und lädt um 12 und 15 Uhr zur Schauvorführung der historischen Dampffördermaschine ein.

Der Eintritt ins Museum ist am 3. Oktober frei.

Da rund um das Museum keine ausreichenden Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wird den Besuchern empfohlen, das Auto am "Parkplatz Nachtigallstraße" zu parken.



Pressekontakt:
Cindy Dumlupinar, LWL-Museum Zeche Nachtigall, Tel. 02302 93664-20 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Karte und Routenplaner



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