Mitteilung vom 30.09.26
Presse-Infos | Psychiatrie
Zwischen KI-Therapie und Social Media
Symposium der LWL-Universitätsklinik Hamm zur mentalen Gesundheit der digitalen Generation
Hamm (lwl). Das Symposium "Mental Health in der digitalen Generation" in der LWL-Universitätsklinik Hamm im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beleuchtete die Chancen und Risiken der Digitalisierung für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
"Die Digitalisierung prägt den therapeutischen Alltag unserer Klinik bereits heute", erklärt Professor Dr. Dr. Martin Holtmann, Ärztlicher Direktor der LWL-Universitätsklinik Hamm. "Künstliche Intelligenz und digitale Tools können die Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern. Jedoch kann die Technologie den menschlichen Beziehungsaufbau in der Therapie niemals ersetzen, sondern immer nur sinnvoll ergänzen."
Den inhaltlichen Auftakt machte Prof. Dr. Paul Plener (Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Medizinische Universität Wien). Unter dem Titel "Mein Therapeut heißt Claude: KI und Therapie" setzte er sich mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz im therapeutischen Kontext auseinander. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Anja Görtz-Dorten (Leiterin der Psychotherapie-Ambulanz des Centrums für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Köln) die Anwendung und Wirksamkeit digital unterstützter Psychotherapie bei Kindern mit externen Störungen vor. Zum Abschluss analysierte Privatdozentin Kerstin Paschke (Ärztliche Leiterin des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, UKE Hamburg) den Einfluss von TikTok, Instagram und Co. auf die mentale Kinder- und Jugendgesundheit.
"Social Media und der permanente digitale Druck stellen das psychische Wohlbefinden der jungen Generation vor völlig neue Herausforderungen. Hier müssen wir junge Menschen wirksam begleiten und unterstützen", sagt Professorin Dr. Tanja Legenbauer, Leiterin der Forschungsabteilung und Testdiagnostik der LWL-Universitätsklinik Hamm.
Pressekontakt:
Klaudia Suilmann, LWL-Universitätsklinik Hamm, Telefon: 02381 893-5018, klaudia.suilmann@lwl.org
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59071 Hamm
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 22.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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