Mitteilung vom 29.09.26
Presse-Infos | Psychiatrie
Mobbing bei Kindern und Jugendlichen: Was steckt wirklich dahinter und wie können wir helfen?
Haard-Dialog des LWL-Klinikums Marl-Dortmund bietet Raum für Infos, Fragen und Diskussionen
Marl (lwl). Unterschiedliche Perspektiven auf das Phänomen Mobbing, die Sicht der Betroffenen und derjenigen, die mobben, sowie die Möglichkeit zur Prävention stehen im Mittelpunkt des Haard-Dialogs am Dienstag (13.10.). Hierzu lädt das Marler Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab 18.30 Uhr alle Interessierten in die Klinik ein.
"Rund 70 Prozent der Patientinnen und Patienten auf der Station Wegweiser haben bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht, als Betroffene oder Mobbende", so Chris Wirbals. Dabei sei die Rollenverteilung nicht immer eindeutig, weiß der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut aus Erfahrung: "Kinder und Jugendliche, die selbst Ausgrenzung erlebt haben, greifen manchmal später selbst zu diesem Mittel." Umso wichtiger sei es, genau hinzuschauen und Kinder in beiden Situationen nicht alleine zu lassen.
Woran erkennen wir, ob ein Kind von Mobbing betroffen ist oder selbst ausgrenzt? Hat ein bestimmter Erziehungsstil Einfluss darauf, ob mein Kind gemobbt wird oder selbst mobbt? Gibt es eine genetische Disposition für die Rolle von Kindern und Jugendlichen im sozialen Gefüge? Wie unterscheiden sich die Dynamiken, wenn ein Kind mobbt, gemobbt wird oder zwischen den Rollen wechselt? Welche Erfahrungen, Bedürfnisse oder Dynamiken können hinter diesem Verhalten stecken und wie können wir helfen, ihnen gerecht zu werden?
Diese und weitere Fragen beantworten im Haard-Dialog Dr. Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor des LWL-Klinikums Marl-Dortmund, sowie sein Kollege, der Stationstherapeut Chris Wirbals. Wie immer gibt es viel Raum für Nachfragen und Diskussionen.
Hintergrund
Mit der Veranstaltungsreihe "Haard-Dialog" bietet das LWL-Klinikum Marl-Dortmund - Haardklinik interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, unter anderem mehr über Entwicklungsschritte sowie psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu erfahren, Therapiemöglichkeiten kennenzulernen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, ohne sich vorher in "Arztsprache" üben zu müssen.
Dem LWL-Klinikum Marl-Dortmund sind sechs Tageskliniken angegliedert - in Recklinghausen, Herne, Bottrop, Coesfeld, Borken und Gronau.
Termin
Haard-Dialog
Mobbing bei Kindern und Jugendlichen: Was steckt wirklich dahinter und wie können wir helfen?
Haard-Dialog des LWL-Klinikums Marl-Dortmund bietet Raum für Infos, Fragen und Diskussionen
Dienstag (13.10.), 18.30 bis 20 Uhr
Festsaal des LWL-Klinikums Marl-Dortmund - Haardklinik,
Halterner Straße 525, 46770 Marl
Der Eintritt ist frei.
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: 02365 802-0.
Pressekontakt:
Kerstin Seifert, LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Dortmund - Haardklinik, Tel.: 02365/802-2126, E-Mail: kerstin.seifert@lwl.org
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Klinikum Marl-Dortmund - Haardklinik
Halterner Str. 525
45770 Marl
Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 22.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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