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Mitteilung vom 11.09.26

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Dokumentation zum baulichen Erbe

LWL und Stadt Hamm geben Band in der Reihe "Denkmäler in Westfalen" heraus

Hamm (lwl). Unter fachlicher Leitung des Referats Inventarisation und Bauforschung bei der Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat die Untere Denkmalbehörde der Stadt Hamm (UDB) eine Denkmaldokumentation in der Reihe "Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland" erstellt. In zwei Teilen gibt das Buch einen Überblick über sämtliche Baudenkmäler der heute vorwiegend von Industrie und Justiz geprägten, verkehrsgünstig gelegenen Stadt. Der erste von zwei Bänden dieser Denkmaltopographie Hamm - der zugleich Festschrift zum 800-jährigen Stadtjubiläum ist - wurde am Freitag, 11. September, im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm präsentiert.

"Ich freue mich, dass wir mit dieser Denkmaltopographie eine gelungene Charakterisierung der traditionsreichen Stadt an der Lippe veröffentlicht haben", erklärte Dr. Cornelia Bauer von der LWL-Kulturabteilung. Es ist der dritte Band der Reihe 'Denkmäler in Westfalen', die zum Ziel hat, alle Denkmäler eines Kreises oder einer Stadt vollständig und kompakt darzustellen und auf diese Weise das bauliche Erbe Westfalens sichtbar zu machen. "Die Reihe soll fortgesetzt werden, daher freuen wir uns über das Interesse weiterer Kommunen und Kreise", so Bauer weiter.

Die Denkmaltopographie Hamm informiert umfassend und systematisch über den Denkmalbestand der Stadt und richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an die Öffentlichkeit. LWL-Denkmalpfleger Dr. Michael Huyer, der als Schriftleiter das Buchprojekt zusammen mit Dr. Heinrich Otten fachlich betreut hat, erläutert: "Die Publikation will Architekten, Behörden, Städten und Gemeinden für künftige Planungen als Orientierung dienen. Sie gibt Verantwortlichen Hinweise zum denkmalpflegerischen Umgang mit den Objekten. Darüber hinaus informiert sie die dort lebenden Menschen, aber auch Gäste, über die individuellen Wertigkeiten und Besonderheiten eines Denkmals."

"Wer wissen will, woher Hamm kommt und was unsere Stadt heute ausmacht, findet in der Denkmaltopographie jede Menge Antworten. Denn unsere Geschichte steckt nicht nur in Büchern, sondern ist auch an Häusern, Straßen und im gesamten Stadtbild abzulesen. Dieses Erbe sichtbar zu machen und für die Zukunft zu bewahren, ist gerade im 800. Jahr unserer Stadtgeschichte eine wichtige Aufgabe", unterstrich Oberbürgermeister Marc Herter die Bedeutung des Buchprojektes für die Stadt Hamm.

"Denkmaltopograph" Dr. Christian Klusemann äußerte seine Freude darüber, mit der Arbeit am Buch einen Beitrag zur Vermittlung des baulichen Erbes der Stadt geleistet zu haben. "Mit der Denkmaltopographie können Bürgerinnen und Bürger oder auch Touristen die Stadt neu kennenlernen und schärfer sehen, ja auch ihr großes Potential erkennen".

Vom charakteristischen Rathaus bis zum abgelegenen Gehöft wird das aktuell verfügbare Wissen zur baukulturellen Vergangenheit der Stadt in zwei Bänden konzentriert.

Im ersten Band (Band 3.1) beleuchten - dem Konzept der Reihe Denkmäler in Westfalen folgend -zunächst die Fachaufsätze größere Themen wie Archäologie, Stadtgeschichte oder Wirtschaftsgeschichte, aber auch naturräumliche Bedingungen, kulturlandschaftliche Verhältnisse sowie Spezialthemen wie Relikte des Bergbaus oder den Bau von Villen. Es folgt der Katalogteil mit den Texten über die Denkmäler in der Hammer Stadtmitte (inklusive Mark). Sogenannte Straßentexte binden die Denkmäler zudem in ihre Umgebung ein.

Der Band 3.2 "Stadtteile Bockum-Hövel, Heessen, Herringen, Pelkum, Rhynern, Uentrop" erscheint im Jahr 2027. In diesem finden sich neben den Katalogtexten zu den dortigen Denkmälern sogenannte Ortseinleitungen, die unter anderem die geschichtliche und architektonische Entwicklung der jeweiligen Stadtteile nachzeichnen.

Insgesamt sind in beiden Bänden mehr als 400 Einzelobjekte in ihrer Geschichte erfasst und in ihrem Bestand beschrieben. Die im jeweiligen Katalog charakterisierten Denkmäler werden zudem mindestens mit einer Farbabbildung versehen. Dies führt in beiden Bänden zu einer Gesamtzahl von über 1.200 Abbildungen. Grundrisse, Übersichtspläne und die kartografische Erfassung sämtlicher Objekte ergeben eine topographisch ablesbare Darstellung aller Baudenkmäler Hamms.

Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland, Denkmäler in Westfalen,

Stadt Hamm, Band 3.1, Stadtmitte


Herausgegeben vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt HAMM, bearbeitet von Christian Klusemann (Profanbau) und Heinrich Otten (Sakralbau). Petersberg 2026. 294 Seiten, 452 Abb. (überwiegend in Farbe) | ISBN 978-3-7319-1543-0 | 39 €
Zu bestellen unter https://www.imhof-verlag.de/denkmaeler-in-westfalen-stadt-hamm/



Pressekontakt:
Ricarda Bodi, LWL-Museum für Archäologie, Tel.: 0251 591-3501 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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