Mitteilung vom 09.09.26
Presse-Infos | Kultur
Chinesische Lackkunst in Frankreich
Zwei Kutschenpaneele sind Kunstwerk des Monats September im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur präsentiert als Kunstwerk des Monats September zwei Kutschenpaneele. Sie sind ein Beispiel für französische Lackkunst des 18. Jahrhunderts und zeugen von einem zunehmenden europäischen Interesse an ostasiatischen Kulturen.
Kutschenpaneele sind dekorative Elemente, die ursprünglich für die innere oder äußere Verzierung von Kutschen verwendet wurden. Die vorliegenden Paneele zeigen zwei chinesisch wirkende Motive, die eine "Chinoiserie" darstellen. Dabei handelt es sich nicht um authentische chinesische Darstellungen, sondern um eine europäische, phantasiebasierte Vorstellung des vermeintlich Chinesischen. Umrahmt wurde die Darstellung von prächtigen, goldglänzenden Ornamenten. Dieser goldene Rahmen bildet den Blickfang. Seine goldene Färbung ist angelehnt an eine japanische Goldstreutechnik, bei der Goldflocken in feuchten Lack eingestreut und mit weiteren Lackschichten überzogen werden. Die chinesischen Motive und japanischen Techniken waren Teil einer zunehmenden Faszination an fremden Ländern und Kulturen, die als exotisch wahrgenommen wurden. Die Nachfrage nach asiatischen Lackobjekten war dabei in Europa so groß, dass sich bereits seit dem frühen 17. Jahrhundert ein eigener Markt für in Europa gefertigte Lackarbeiten entwickelte, die ostasiatische Lackkunst imitierten.
Am langen Freitag (11.9.) stellt Anna Sellmann, wissenschaftliche Volontärin für Lackkunst am LWL-Museum für Kunst und Kultur, um 17.30 Uhr Interessierten das Kunstwerk des Monats September vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt online im Ticketshop oder an der Museumskasse.
2023 hat das LWL-Museum für Kunst und Kultur die Sammlung des ehemaligen Museums für Lackkunst der BASF Coatings übernommen. Derzeit präsentiert das Museum Rietberg in Zürich ca. 40 Objekte des LWL-Museums in der Ausstellung "Rot - Meisterwerke chinesischer Lackkunst" (bis 31.1.27).
Pressekontakt:
Marie Leszczynski, Telefon 0251 5907-220, marie.leszczynski@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Tel.: 0251 5907-210
Domplatz 10
48143 Münster
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