Mitteilung vom 26.08.26
Presse-Infos | Kultur
Der September im LWL-Museum:
Familiensonntag, Ruhrpottführung und Tag des offenen Denkmals
Herne (lwl). Der Countdown zum Ende der Sonderausstellung "Mahlzeit!" im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne läuft: Nur noch bis zum Tag des offenen Denkmals am 13. September können Besuchende durch die Kulturgeschichte des Essens streifen. Zur Feier des Tages sind der Eintritt und die Teilnahme an den Führungen kostenfrei.
Darüber hinaus erwartet Besuchende im September eine atmosphärische Lesung aus Sherlock Holmes (3.9.), ein Workshop zur Schmuckbearbeitung (5.9.) und zur Schmiedekunst (26./27.9.), der letzte Familiensonntag (6.9.) zum Thema "Mahlzeit!" mit Schwerpunkt Tee, eine Führung mit Ruhrpott-Schnauze (6.9.) sowie ein Vortragsabend zur westfälischen Jungsteinzeit.
Lesung "Sherlock Holmes und das Wasser des Lebens"
Am 3. September um 19 Uhr ist es wieder so weit: Der englische Roman-Detektiv Sherlock Holmes löst gemeinsam mit seinem Freund und Chronisten John H. Watson im LWL-Museum einen spannenden Fall. Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest inmitten der Dauerausstellung aus dem neuen Fall des Meisterdetektivs.
Die Geschichte führt die beiden Protagonisten nach Schottland. Dort wird ein Whiskyproduzent mittels eines anonymen Briefs mit dem Tod bedroht. Holmes und Watson versuchen, Schlimmeres zu verhindern. Bei einer feucht-fröhlichen Whiskyverkostung löst Watson den Fall, doch leider hat er die Lösung am Morgen danach wieder vergessen. Das ruft Sherlock Holmes auf den Plan.
Die Lesung richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und dauert 90 Minuten. Tickets sind für 9 Euro nur vor Ort im Museum erhältlich.
Der Workshop "Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger:innen" am 5. September von 14 bis 16 Uhr richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfahren alle Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt.
Die Teilnehmenden erwartet eine Einführung in die Werkzeuge und Techniken der Schmuckbearbeitung, Vorbereitung und Kürzen eines passenden Löffels, , Feilen und Biegen, Tipps für kreative Oberflächenbearbeitung und Gestaltung. Am Ende halten alle Teilnehmende ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen.
Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Der Preis liegt bei 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren.
Der Familiensonntag am 6. September "Ma(h)lzeit - Kunst geht durch den Magen und Tee macht glücklich" startet um 11 Uhr mit dem Projekt "Kunst geht durch den Magen". Gemeinsam mit den Künstler:innen der Jugendkunstschule Herne tauschen sich die Teilnehmenden und Besucher:innen darüber aus, wie man ißt und setzen sich kreativ mit dem Thema auseinander - nach dem Vorbild des gleichnamigen Sommerferienprogramms, dessen Ergebnisse an diesem Tag vorgestellt werden.
Um 13 Uhr und 15 Uhr dreht sich im Museum alles um eines der beliebtesten Heißgetränke der Welt: Tee. Die Teilnehmenden erfahren Geschichten und Legenden über die Herkunft und entdecken dazu Objekte in der Ausstellung "Mahlzeit!". Zum Abschluss dürfen alle Teilnehmende eine ganz besondere Teemischung mit nach Hause nehmen. Die Programme richten sich an Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene.
Am gleichen Tag geht es mit "Five Guide" Timo bei den Führungen "Ruhrpott-Schnauze" um 13 Uhr in die Dauerausstellung und um 15 Uhr in die aktuelle Sonderausstellung "Mahlzeit!". Hier stehen Lachen, Staunen und manchmal auch Ekeln im Vordergrund. Kurzweilig und frei Schnauze gibt es Geschichten, Kurioses und Wissen vom echten Ruhrpott-Original.
Am 13. September, dem Tag des offenen Denkmals, ist der Eintritt frei. An diesem Tag ist die Sonderausstellung "Mahlzeit!" zum letzten Mal geöffnet. Um 13 Uhr können Besuchende kostenfrei bei einer Führung durch die Dauerausstellung dabei sein oder um 15 Uhr zum letzten Mal "Mahlzeit!" mit einem der "Five Guides" erkunden.
Am 17. September um 19 Uhr lädt das Museum zum kostenlosen Vortrag "Westfalen in der Jungsteinzeit". Die LWL-Archäolog:innen Prof. Dr. Michael Baales, Alexandra Philippi und Dr. Bernhard Stapel stellen ihre neue Publikation vor und präsentieren den aktuellen Forschungsstand zum Neolithikum in Westfalen-Lippe. Kaum ein Abschnitt der Menschheitsgeschichte hat das heutige Leben so geprägt wie diese Epoche. Über Jahrtausende spielten die Jagd und das Sammeln von Wildpflanzen die Hauptrolle bei der Nahrungsbeschaffung. Doch vor etwa 12.000 Jahren begann im Vorderen Orient und in Anatolien ein Entwicklungsprozess, in dessen Rahmen aus den mobilen Jägern und Sammlern sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter wurden. Dieser Wandel gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte.
Am letzten Wochenende im September (26./27.9.) findet im LWL-Museum der zweitägige Workshop "Einstieg in die Schmiedekunst" jeweils von 11 bis 17 Uhr statt. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: "Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!" Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch-archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen die Teilnehmenden Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Ob darüber hinaus noch Weiteres nach Wunsch hergestellt wird, hängt vom Geschick der einzelnen Teilnehmenden ab.
Die Kosten für eine Teilnahme betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren.
Öffentliche Führungen durch Dauer- und Sonderausstellung
Die öffentliche Führung "gesucht. gefunden. ausgegraben." durch die Dauerausstellung steht im September am 13. September um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum.
Die Führung wird an weiteren Sonntagen (20.9., 27.9.) jeweils um 13 Uhr und um 15 Uhr angeboten.
Am 13. September um 15 Uhr erwartet Besuchende zum letzten Mal die öffentliche Führung "Mahlzeit" durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur?
Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt "Mahlzeit!" dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken.
Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung
Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch
Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen im Internet: hier.
Alle Termine im Überblick
Do, 3.9.
"Sherlock Holmes und das Wasser des Lebens" - Lesung mit Dr. Alexander Berner, 19 Uhr
Sa, 5.9.
"Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger:innen" - Kreativseminar, 14 bis 16 Uhr
So, 6.9. Familiensonntag
"Ma(h)lzeit - Kunst geht durch den Magen" und "Tee macht glücklich", Programme für Kinder ab 8 Jahren, 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr
"Ruhrpott-Schnauze" - Öffentliche Führung mit Five-Guide Timo durch die Dauerausstellung, 13 Uhr
"Ruhrpott-Schnauze" - Öffentliche Führung mit Five-Guide Timo durch die Sonderausstellung "Mahlzeit!", 15 Uhr
So, 13.9. Tag des offenen Denkmals, Eintritt und Führungen kostenfrei
"gesucht. gefunden. ausgegraben."- Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung, 13 Uhr "Mahlzeit" - Öffentliche Führung durch die gleichnamige Sonderausstellung, 15 Uhr
Do, 17.9.
"Westfalen in der Jungsteinzeit" - Öffentlicher und kostenloser Vortrag von Prof. Dr. Michael Baales, Alexandra Philippi und Dr. Bernhard Stapel, LWL-Archäologie für Westfalen, 19 Uhr
So, 20.9.
"gesucht. gefunden. ausgegraben."- Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung, 13 Uhr und 15 Uhr
Sa, 26.9.
"Einstieg in die Schmiedekunst" - Kreativseminar, Teil 1, 11 bis 17 Uhr
So, 27.9.
"Einstieg in die Schmiedekunst" - Kreativseminar, Teil 2, 11 bis 17 Uhr
"gesucht. gefunden. ausgegraben." - Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung, 13 Uhr und 15 Uhr
Mehr Infos: https://www.lwl-landesmuseum-herne.de
LWL-Museum für Archäologie und Kultur, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0
Pressekontakt:
Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie und Kultur Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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