Mitteilung vom 24.08.26
Presse-Infos | Kultur
Zeitreise in das Jahr 1909 am Tag des offenen Denkmals
Leben, spielen und arbeiten vor über 100 Jahren
Lage (lwl). Im Jahr 1909 gründete der ehemalige Wanderziegler Gustav Beermann die Ziegelei Lage und stellte Ziegel in mühevoller Handarbeit her. Wie sah der Alltag zu Beginn des letzten Jahrhunderts aus? Wie lebte, arbeitete und spielte man? Am Sonntag (13.9.) von 11 bis 17 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer besonderen Zeitreise in das LWL-Museum Ziegelei Lage ein.
Zahlreiche Stationen auf dem gesamten Museumsgelände laden zum Testen beliebter Kinderspiele aus der Zeit um 1900 ein und geben Einblick in Alltagsarbeiten, wie zum Beispiel das Wäschewaschen mit Waschbrett und Wanne. Dieses Jahr wird erstmals auch ein modernes, digitales Spiel im Angebot sein: initiiert und unterstützt vom Netzwerk European Route of Industrial Heritage e.V. (Europäische Route der Industriekultur, kurz ERIH) veranstaltet die Ziegelei eine digitale Rallye. Mittels eines QR-Codes erhalten Teilnehmende einen Fragebogen auf ihr Smartphone, suchen auf dem Museumsgelände nach Antworten und lernen dabei auf spielerische Weise Industriegeschichte kennen. Es dürfen auch Teams antreten. Für den Industrial Quest ist weder eine Anmeldung im Voraus noch die Installation einer App erforderlich. Die Gruppe bzw. der Teilnehmer mit den meisten richtigen Antworten gewinnt eine persönliche Führung.
Einen Einblick in die Arbeitswelt der damaligen Zeit gewähren die Museumsmitarbeiter, indem sie den ganzen Tag die Herstellung von Handstrichziegeln demonstrieren. Ein Pferd mischt den Lehm im Göpel. Erwachsene und junge Besucher:innen können die vorindustrielle Ziegelproduktion auch gleich selbst ausprobieren und hautnah miterleben, wie mühevoll und schweißtreibend der Weg vom Lehm zum Ziegel war, bevor Maschinen die körperlich anstrengendsten Arbeiten übernahmen. Der eigene Ziegel wird vom Museum gebrannt und kann etwa acht Wochen später abgeholt werden.
Nach der Trocknung in der Sonne wurden die Ziegel gebrannt. Ein Feldbrandofen veranschaulicht die Bauweise, mit der optimale Brandergebnisse erzielt werden konnten. Erst nach gelungenem Brand konnten die Ziegel verbaut werden. Zum Beispiel in einer gut erhaltenen, antiken römischen Villa in der Eifel. Anne Wieland, Kuratorin der neuen Dauerausstellung, berichtet um 14 Uhr im Format "Forum Museum" über die Entstehung der Ausstellungseinheit und zur Geschichte der Villa Otrang.
Heiß her geht es an der alten Kochmaschine, an der das Museumsteam zeigt, wie damals gekocht wurde. Regionale Spezialitäten sowie Kaffee und Kuchen bietet das Museumscafé an. Die kostenlose Sonntagsführung beginnt um 11 Uhr im Foyer. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Pressekontakt:
Lara Ullrich, LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage, Tel. 0151 40635050 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Museum Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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