Mitteilung vom 05.08.26
Presse-Infos | Psychiatrie
LWL-Interviewangebot
Wenn Gaming zur Sucht wird - Student berichtet über seine Abhängigkeit
Achtung Redaktionen: O-Töne von Jonas Cioch und Prof. Dr. Georgios Paslakis finden Sie im Anhang
Bochum (lwl). Zur Gamescom 2026 - dem weltweit größten Event für Computerspiele - werden ab dem 26. August mehr als 300.000 Besucher:innen in Köln erwartet. Für die meisten ist Gaming ein Hobby - für manche aber wird es zur Sucht. Jonas Cioch hat das hautnah erlebt.
"Es ging nichts mehr ohne Handy oder PC. In den Hochphasen hatte ich eine Bildschirmzeit von zehn Stunden am Tag", erhält der 23-jährige Student aus Bochum. Was als Ablenkung in einer schwierigen Lebensphase begann, entwickelte sich zu einer Sucht. "Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich es alleine nicht da 'raus schaffe", sagt er.
Seit rund einem Jahr besucht er eine Gruppentherapie für Mediensüchtige an der LWL-Universitätsklinik in Bochum und hat die Kontrolle über sein Leben zurückgewonnen.
LWL-Suchtmediziner Georgios Paslakis, Ärztlicher Direktor der LWL-Uni-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Bochum, erklärt digitale Abhängigkeit aus fachlicher Perspektive. Er erläutert, warum eine Mediensucht entsteht, welche Warnsignale Betroffene ernst nehmen sollten und weshalb professionelle Hilfe oft entscheidend ist.
Gesprächspartner:
- Jonas Cioch (23): Betroffener aus Bochum, der offen über seine Social-Media- und Computerspielsucht, den Weg in die Therapie und seine Rückkehr ins echte Leben spricht.
- Prof. Dr. Georgios Paslakis: Ärztlicher Direktor der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, der das Phänomen medizinisch einordnet und praktische Hinweise für Betroffene und Angehörige gibt.
Gern vermitteln wir Ihnen die Gesprächspartner für Interviews oder Hintergrundgespräche.
Pressekontakt:
Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Anlagen:
Anlage 1: MediensuchtJonasCioch.mp3
Anlage 2: MediensuchtPaslakis.mp3
LWL-Einrichtung:
LWL-Universitätsklinikum Bochum
Alexandrinenstr. 1
44791 Bochum
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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