Mitteilung vom 17.07.26
Presse-Infos | Psychiatrie
LWL-Universitätsklinikum Bochum trauert um Gründungsdirektor Prof. Dr. Theo R. Payk
Bochum (lwl). Am 16. Juni ist der langjährige Ärztliche Direktor der LWL-Universitätsklinik Bochum, Universitätsprofessor Dr. med. Dr. phil. Theo R. Payk, mit 87 Jahren in Bonn verstorben. Als erster Ärztlicher Direktor baute er die ehemalige Landesfrauenklinik in eine moderne psychiatrische Universitätsklinik um.
Als Payk 2003 in den Ruhestand ging, blickte der gebürtige Gelsenkirchener auf 20 intensive Jahre zurück. Nach einigen Jahren leitender Oberarzt-Tätigkeit an der Universitätsklinik in Bonn trat er 1983 den Dienst beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) an und baute in den Folgejahren die alte Landesfrauenklinik nicht nur in ein psychiatrisches Krankenhaus um, sondern baute es vor allem zu einer modernen Universitätsklinik in der Region auf. "Er sorgte für ein Höchstmaß an psychiatrisch-psychotherapeutischer Patientenversorgung, psychopathologisch orientierter Forschung sowie ausgedehnter Lehre für Medizin- und Psychologiestudierende", so sein Amtsnachfolger Prof. Dr. Georg Juckel.
Zu seinem Klinik-Abschied 2003 erinnerte Payk sich an die Herausforderungen der Anfangsjahre in Bochum: "Ich hatte zunächst keine konkrete Vorstellung darüber, was mich eigentlich in Bochum erwarten sollte. Doch ich war gespannt und neugierig auf meinen neuen Wirkungskreis. (...) Manches habe ich mir leichter vorgestellt, anderes komplizierter. Im Vordergrund stand jedoch die Motivation, eine effiziente psychiatrische klinische Behandlung zu etablieren und darüber hinaus im Bereich Forschung und Lehre tätig zu sein."
So lag dem Mediziner und Forscher sehr an einer fortlaufenden Verbesserung der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen. Optimal sollten seine Patientinnen und Patienten therapiert werden, von denen Theo R. Payk sagte: "Persönlich habe ich (...) hinsichtlich Disziplin und Toleranz sehr viel von den Patienten dazu gelernt."
Die heutige LWL-Universitätsklinik Bochum hieß damals noch Westfälisches Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie. Als erster Lehrstuhlinhaber des Faches Psychiatrie an der Ruhr-Universität Bochum führte Payk es in Nachbarschaft zu den anderen Fächern an der Medizinischen Fakultät in das "Bochumer Modell" ein. Er publizierte zahlreiche Fach- und Sachbücher zu Themen der Psychopathologie, der Psychiatrie, aber auch der Philosophie, in denen das einzelne bedürftige Individuum im Mittelpunkt steht.
Pressekontakt:
Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 015140635802, rosa.sommer@lwl.org
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Universitätsklinikum Bochum
Alexandrinenstr. 1
44791 Bochum
Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Der LWL auf Facebook:
https://www.facebook.com/LWL2.0
zur Druckansicht dieser Seite
zu den aktuellen Presse-Infos