Mitteilung vom 27.05.26
Presse-Infos | Kultur
Zwischen Butter und Bienen
Vorführung im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Das LWL-Freilichtmuseum Detmold lädt am letzten Sonntag im Mai zu einer besonderen Vorführung des traditionellen Imkerhandwerks ein. Im Mittelpunkt steht die historische Technik, Bienenkästen aus Roggenlangstroh mit sogenannter "Maibutter" wetterfest zu machen. Dafür wird in einer Vorführung am Sonntag (31.5.) von 11 bis 13 Uhr frischer Kuhdung von Färsen verwendet, die zuvor auf saftigen Maiweiden gegrast haben. Die Mischung bildet eine natürliche Schutzschicht, die das empfindliche Stroh vor Witterung schützt und zugleich seine Atmungsaktivität erhält.
Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist in diesem Jahr die Vorbereitung auf die Ankunft der Dunklen Biene. Die drei Bienenvölker sollen Mitte Juni in das Museum einziehen. Für sie wurden eigens traditionelle Bienenkästen aus Roggenlangstroh angefertigt, die nun im Rahmen der Vorführung vorbereitet und mit der historischen Schutzschicht versehen werden.
Die Dunkle Biene ist die ursprünglich in Nord- und Mitteleuropa heimische Honigbiene und gilt heute als stark gefährdet. Sie steht auf der Roten Liste gefährdeter Nutztierrassen in Deutschland. Über Jahrhunderte war sie perfekt an das hiesige Klima angepasst: robust, winterhart und widerstandsfähig gegenüber rauen Wetterbedingungen. Durch die Verdrängung zugunsten anderer gezüchteter Bienenlinien ist ihr Bestand jedoch stark zurückgegangen.
Mit der Ansiedlung der Dunklen Biene macht das LWL-Freilichtmuseum Detmold auf die Bedeutung alter Nutztierrassen und genetischer Vielfalt aufmerksam. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Fragen zu stellen oder selbst mit anzupacken und ein Stück fast vergessener Handwerks- und Naturgeschichte hautnah zu erleben.
Pressekontakt:
Lisa-Marie Möllering, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
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32760 Detmold
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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