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Mitteilung vom 08.05.26

Presse-Infos | Kultur

DNK-Preisträger:innen treffen sich in Bochum

Ehrenamtliche Initiativen im Austausch über Denkmalpflege

Bochum (lwl). Die westfälischen Preisträger:innen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) sind am Donnerstag (7. Mai) zu ihrem 17. Jahrestreffen in Bochum zusammengekommen. Auf Einladung der Kortum-Gesellschaft Bochum e. V. fand das Treffen im Kunstmuseum Bochum statt. Seit 2008 organisiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) diesen jährlichen Austausch für ehrenamtlich engagierte Personen und Vereine, die für ihre Verdienste im Denkmalschutz ausgezeichnet wurden.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Dr. Hans H. Hanke, 1. Vorsitzender der Kortum-Gesellschaft: "Gemeinsam kann man viel erreichen und den eigenen Ort aktiv gestalten. Dazu gehört auch, sich einzumischen, vermeintlich Unvermeidliches zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Dafür stehen die Initiativen, die heute hier versammelt sind."

Barbara Jessel, Bürgermeisterin der Stadt Bochum, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung von Denkmälern für die Stadtentwicklung: "An den Denkmälern in Bochum hängen persönliche Geschichten - vom Bergbau bis zur Ruhr-Uni. Für die Stadtentwicklung sind sie wichtige Anker - und zugleich Orte des Dialogs in einer vielfältigen Stadtgesellschaft."

Dr. Simone Meyder, Leiterin des Referats Praktische Denkmalpflege beim LWL-Denkmalfachamt, unterstrich die Rolle des Ehrenamts: "Viele Denkmäler könnten ohne den Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger nicht erhalten werden. Das Jahrestreffen macht sichtbar, wie groß dieses Engagement ist, und bietet Raum für Austausch und neue Impulse für die Praxis."

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Austausch über aktuelle Projekte und Herausforderungen. Neben der Kortum-Gesellschaft berichteten der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten im Ruhrrevier, die Altstadtfreunde Warendorf, der Verein zum Erhalt und der Sanierung der Falkenburg und der Verein zur Erhaltung der Isenburg von ihrer Arbeit vor Ort."

Einblicke in die Bochumer Denkmallandschaft bot das begleitende Programm: LWL-Denkmalpflegerin Dr. Eva Dietrich führte durch das Kunstmuseum Bochum, dessen Erweiterungsbau seit dem vergangenen Jahr unter Denkmalschutz steht. Beim anschließenden Rundgang besichtigten die Teilnehmenden unter anderem die Bochumer Synagoge sowie das Vereinshaus der Kortum-Gesellschaft - ein ehemaliges Toilettenhäuschen. Auch der Stadtpark Bochum, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert und derzeit umfassend saniert wird, war Teil des Programms. Geführt wurde die Gruppe von Dr. Hans H. Hanke und LWL-Gartendenkmalpfleger Marcus Weiß.

Der Tag klang bei einem gemeinsamen Abschlusskaffee im Kunstmuseum aus - mit neuen Kontakten und Impulsen für die weitere Arbeit zum Erhalt des kulturellen Erbes.

Hintergrund: DNK-Preis

Die "Silberne Halbkugel" und der "Karl-Friedrich-Schinkel-Ring" gelten als höchste deutsche Auszeichnungen für besondere bürgerschaftliche Verdienste im Denkmalschutz. Die Preise werden vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz in Bonn (DNK) vergeben. Das 1973 gegründete DNK ist in Deutschland das übergreifende Forum für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Bau- und Bodendenkmäler als wichtiges Kulturerbe für nachfolgende Generationen zu erhalten.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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