Mitteilung vom 04.05.26
Presse-Infos | Kultur
Vor den Toren von Paris
Fotoausstellung mit Fotografien von Helmut Orwat im französischen Vincennes
Castrop-Rauxel/Vincennes (lwl). Anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Castrop-Rauxel" präsentieren die Stadt Castrop-Rauxel und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit Vincennes, der französischen Partnerstadt Castrop-Rauxels die Fotoausstellung "Täglich Bilder fürs Revier / Des photos quotidiennes pour la region: Pressefotografien von Helmut Orwat / Photographies de presse de Helmut Orwat, 1960 - 1992". Noch bis zum 28. Mai sind in Vincennes 40 gerahmte Schwarz-Weiß-Fotografien des bekannten Castrop-Rauxeler Fotografen zu sehen.
Die vom LWL-Medienzentrum und vom LWL-Museumsamt konzipierte Ausstellung zeigt eine Auswahl von Aufnahmen Orwats aus den Jahren 1960 bis 1992. Von März 2023 bis Juli 2025 war diese schon an sieben Standorten in Nordrhein-Westfalen zu sehen, darunter im LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg. In der Galerie "Rue intérieure de Coeur de Ville" im architektonischen Ensemble des französischen Architekten Henri Gaudin findet nun das internationale Finale statt.
"Ein ganz besonderer Aspekt unserer Fotoausstellung ist das Zusammentreffen mit dem 200. Geburtstag der Fotografie, der dieses Jahr in ganz Frankreich begangen wird", freut sich Stephan Sagurna, Bildwissenschaftler, Fotograf und Kurator der Ausstellung. "Für das LWL-Medienzentrum mit seinem Fundus an regionalen fotohistorischen Schätzen ist es eine besondere Würdigung im Jubiläumsjahr im Geburtsland der Fotografie eine Ausstellung präsentieren zu dürfen."
Der Fotograf Helmut Orwat prägte über mehrere Jahrzehnte hinweg die Pressefotografie in Castrop-Rauxel und in der Region. Sein augenzwinkernder Leitspruch "Bei Feuer, Unfall, Mord - Orwat kommt sofort", war in der Stadt bekannt - und klebte auch als Aufkleber auf seinem Auto. Als Fotoreporter für Tageszeitungen hielt er sowohl besondere Ereignisse als auch alltägliche Szenen fest. Seine Bilder spiegeln das Ruhrgebiet in einer Zeit tiefgreifenden Wandels - vom industriell geprägten Alltag bis zu den Veränderungen durch Zechensterben und Stahlkrise. Dabei stehen seine kontrastreichen und unbearbeiteten schwarz-weiß Bilder für das, was sie zeigen: Die damalige Lebenswirklichkeit - ganz ohne jeden Filter und jegliche Retusche. Heute gelten seine Fotografien als wichtiger Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses der Region. Mehrere tausend digitalisierte Aufnahmen befinden sich in der Sammlung des LWL.
Zusätzlich zur Ausstellung ist im Tecklenborg Verlag 2023 ein gleichnamiger Bildband mit rund 150 Pressefotografien Orwats erschienen. Der Bildband ist im Buchhandel oder direkt beim LWL-Medienzentrum erhältlich (https://www.westfalen-medien.lwl.org).
Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
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48133 Münster
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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