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Mitteilung vom 01.04.26

Presse-Infos | Kultur

Zeitreise durch westfälische Dörfer

LWL-Filmreihe "Dörfer in Westfalen. Gestern und heute." feiert Premiere in Nottuln

Münster/Ergste/Nottuln/Haaren (lwl). Von Krämerläden und Pferdefuhrwerken bis zu Autobahnen und modernen Dorfstrukturen: Die neue Dokumentarfilmreihe "Dörfer in Westfalen. Gestern und heute." des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)erzählt vom Wandel des Lebens auf dem Land. Premiere ist am 9. April in Nottuln. Der Heimatverein Nottuln lädt zu dem Filmabend im Pfarrheim der St. Martin-Gemeinde um 19.30 Uhr ein. Die vom LWL-Medienzentrum für Westfalen produzierte Reihe zeigt, wie sehr sich das Leben in westfälischen Dörfern seit der Nachkriegszeit verändert hat - und was bis heute geblieben ist.

Dörfer waren über Jahrhunderte hinweg die prägende Siedlungsform in Westfalen-Lippe. Auch heute leben noch rund 3,2 Millionen Menschen, etwa 38 Prozent der westfälischen Bevölkerung, in dörflichen Strukturen. Doch das Leben auf dem Land hat sich seit den 1950-Jahren grundlegend gewandelt. Genau hier setzt die dreiteilige Dokumentarfilmreihe von Harald Sontowkski an.

Mithilfe historischer Aufnahmen aus dem Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen begibt sich die Reihe auf eine Zeitreise in diese Jahrzehnte. Sie verbindet dazu umfangreiches Archivmaterial aus der Nachkriegszeit mit aktuellen Interviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Fachleuten und zeichnet so ein vielschichtiges Bild der Veränderungen des ländlichen Lebens.

Die drei jeweils rund 20-minütigen Folgen der Filmreihe beleuchten verschiedene Facetten des Wandels im Dorfleben: Am Beispiel von Ergste (Kreis Unna) zeigt die Reihe, wie sich der Einzelhandel und die Landwirtschaft seit der Nachkriegszeit verändert haben. Während kleine Krämerläden früher zentrale Treffpunkte im Dorf waren, an denen sich Einkauf und Austausch verbanden, prägen heute andere Versorgungsstrukturen und Begegnungsorte das dörfliche Leben.

Die zweite Episode führt nach Nottuln (Kreis Coesfeld) und wirft einen Blick auf lokales Unternehmertum sowie die Bedeutung von Vereinen und traditionellen Festen. Am Beispiel des Martinimarktes wird deutlich, welche Rolle solche Veranstaltungen für Begegnung, Austausch und das Gemeinschaftsgefühl im Dorf spielen - damals wie heute.

In Haaren (Kreis Paderborn) steht schließlich der Alltag der Menschen im Wandel der Zeiten im Mittelpunkt. Die Folge zeichnet nach, wie sich Mobilität, Arbeitswelt und Infrastruktur im Laufe der Jahrzehnte verändert haben - von einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung mit Pferdefuhrwerken und unbefestigten Wegen bis hin zum Bau einer Autobahn und dem Einsatz motorisierter Landmaschinen.

Für Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen und redaktioneller Betreuer des Projekts, stehen die drei Orte stellvertretend für eine tiefgreifende Entwicklung: "Ergste, Haaren und Nottuln stehen exemplarisch für die stille Revolution, die der ländliche Raum seit den 1950er-Jahren durchlaufen hat. Die Filmreihe beleuchtet diese Entwicklung ohne Nostalgie, aber mit viel Sympathie für die damaligen und die heutigen Bewohner westfälischer Dörfer."

Die drei Filme werden ab dem 2. April im wöchentlichen Rhytsmus auf der Seite des LWL-Medienzentrums für Westfalen https://westfalen-medien.lwl.org sowie auf dem YouTube-Kanal "Westfalen im Film" veröffentlicht.


Veröffentlichungsdaten
2.4. - Dörfer in Westfalen. Gestern und Heute. Ergste

9.4. - Dörfer in Westfalen. Gestern und Heute. Nottuln

16.4. - Dörfer in Westfalen. Gestern und Heute. Haaren


Filmpremiere
Datum:           9.4.
Beginn:          19.30 Uhr
Adresse:         Pfarrheim St. Martin Nottuln, Heriburgstraße 12, 48301 Nottuln

Eine Anmeldung ist nicht notwendig



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
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