Mitteilung vom 10.03.26
Presse-Infos | Kultur
Kostenloser Vortrag
Neueste archäologische Entdeckungen in Borken
Borken (lwl). Die Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V. (GhL) lädt ein zu einem kostenlosen Vortrag der Chefarchäologin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Sandra Peternek, am Samstag (21.3.) um 11.30 Uhr im Stadtarchiv Borken. Unter dem Titel "Ein Ritt durch alte Zeiten" präsentiert die Direktorin der LWL-Archäologie für Westfalen bedeutende Bodenfunde der vergangenen Jahre im Kreis Borken.
Schwerpunkt des Vortrags sind die Grabungen der Archäolog:innen in Borken-West und -Südwest vor dem Bau der B67 und der Erschließung des Wohngebiets Hovesath in den Jahren 1998 bis 2009. Die Funde stellen Zeugnisse dar von der Bronzezeit (ca. 2000 bis 750 v. Chr.) über die vorrömische Eisenzeit - mit mehr als 110 Brandgräbern - und die Römische Kaiserzeit (2. bis 4. Jahrhundert nach Chr.) bis ins Frühmittelalter. Es geht sowohl um Gräberfelder und Grabbeigaben aus Keramik als auch um Spuren der Besiedlung, um zahlreiche römische Münzen als Belege für umfangreiche Handelsbeziehungen und um Knochenfunde, die von der damaligen Viehwirtschaft erzählen.
Eine zusammenfassende Darstellung der Grabungsergebnisse hat Peternek in einem Kapitel für den kürzlich erschienenen ersten Band der neuen "Geschichte der Stadt Borken" veröffentlicht, illustriert mit zahlreichen Fotografien, die auch den Vortrag bereichern.
Zur Referentin
Peternek studierte Ur- und Frühgeschichte sowie Wirtschafts- und Rohstoffarchäologie an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie 2019 promovierte. Ab März 2020 war sie am Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Düsseldorf tätig. 2022 kam sie zur LWL-Archäologie für Westfalen und übernahm am 1. Januar 2026 die Leitung der Außenstelle Münster. Seit dem 1. Januar 2026 ist sie Direktorin der LWL-Archäologie für Westfalen und damit westfälische Landesarchäologin. In ihre Zuständigkeit fällt auch die Verantwortung für das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne, das LWL-Römermuseum in Haltern am See und das LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn.
Der Vortrag findet statt am Samstag, 21. März, um 11.30 Uhr im Stadtarchiv Borken, Im Piepershagen 17 (Rathaus), Raum "zwölf26". Der Eintritt ist frei.
Der Veranstalter bittet um eine Anmeldung per E-Mail: stadtarchiv@borken.de oder Telefon 02861 939-455.
Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org
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LWL-Archäologie für Westfalen
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An den Speichern 7
48147 Münster
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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