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Mitteilung vom 02.03.26

Presse-Infos | Psychiatrie

Nach den Sternen greifen

Für das Weltall geplant, im Alltag gelandet: Schüler:innen der LWL-Schule am Bomberg gehen auf Entdeckungstour

Marsberg (lwl). Schüler:innen der LWL-Schule am Bomberg haben sich mit Lehrer Stefan Heithorst auf Spurensuche begeben. Untersucht wurden Alltagsgegenstände, die ursprünglich für den Weltraum geschaffen wurden. Stefan Heithorst: "Die Rettungsdecke ist ein gutes Beispiel. Eigentlich wurde sie von der NASA konzipiert, um Raumfahrzeuge vor extremen Temperaturen zu schützen. Heute ist sie in jedem Erste-Hilfe-Koffer zu finden."

Gefunden zu werden - das hängt auch mit Weltraumtechnologie zusammen. Ohne Satelliten ist keine präzise Ortung auf der Erde möglich. Alle Navigationssysteme empfangen Signale aus dem Weltraum. Überlebenswichtig kann diese Technik in Notfällen werden. Die Schüler:innen haben dazu einen Rettungswagen-Fahrer ausführlich interviewt. In der Ausstellung "NotfALL und ALLtag" werden die Ergebnisse des Projekts im Foyer der Schule präsentiert und in einem kurzen Film zusammengefasst.

Die Initialzündung für das Schulprojekt gab der Wettbewerb "Zeig mir dein Universum" der Deutschen Raumfahrtagentur. "Raumfahrt und Raumfahrtanwendungen sind fester Bestandteil unseres Alltags", heißt es in der Wettbewerbsbeschreibung. Und um diesen Alltagsbezug stärker ins Bewusstsein der Schüler:innen zu rufen, steht einmal in der Woche auch "Weltraum" auf dem Stundenplan einiger Besucher:innen der Klinikschule.

"In unserem Kurs verbinden sich ganz natürlich die Inhalte aus vielen Unterrichtsfächern. Wir verbinden Naturwissenschaften, Erdkunde mit Kunst." so Heithorst. "Projektunterricht hilft nicht nur dabei, Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, sondern bietet viel mehr: soziale Kontakte und die Chance wieder Motivation für den Schulbesuch zu entwickeln."

Hintergrund: Damit Schule wieder Spaß macht
In der LWL-Schule am Bomberg werden Patient:innen der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Marsberg und der Tagesklinik Meschede des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unterrichtet. Die Lehrkräfte unterrichten durchschnittlich über 500 Schüler:innen im Jahr. Der Unterricht findet nach einem Kurssystem statt. Schüler:innen können ihren Stundenplan orientiert an ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen mitgestalten. Ein großes Ziel ist es hierbei ganz häufig auch, die Freude am Lernen sowie am Miteinander im Schulalltag wieder zu entdecken.



Pressekontakt:
Julia Bütow, LWL-Klinikum Marsberg, Telefon 02992 601-1303, Julia.Buetow@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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* Psychotherapie * Psychosomatik
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34431 Marsberg
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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